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„Tiki-Taka“ ist Trumpf in der Traumelf

Roland Giehr

Autor

Roland Giehr Leiter Sportredaktion zur Autorenseite

Das einst gefeierte deutsche „Ramba-Zamba“ ist längst Geschichte – jetzt regiert nur noch „Tiki-Taka“. Der geniale spanische Rasentanz, mit dem latenten Hang zur zwischenzeitlichen Langeweile, ist und bleibt das Maß aller Dinge im Fußball. Die restlichen Nationen bei dieser spielerisch doch eher mittelmäßigen Europameisterschaft hatten maximal ein bisschen „Taka-Tuka“ im Angebot.

Solide Fußarbeit, Kampf, Leidenschaft und manchmal eben auch das nötige Glück halfen hier so manchem Team in Polen und der Ukraine über die Runden. Schnell, wendig und technisch brillant agierte aber nur die spanische Mittelfeld-Armada mit Xavi, Iniesta und Fabregas. Wenn sie am Ball waren, wurde gezaubert und die europäischen Statisten durften anerkennend Beifall klatschen. Das iberische „Trio magnifico“ brachte es insgesamt auf 320 Punkte und bildet natürlich auch das Herzstück in der Traum-Elf des Eurotrainers. Nur ein Italiener konnte hier der spanischen Übermacht das Wasser reichen: Andrea Pirlo. Der nicht minder begnadete Spielmacher der Azzurri ist mit 116 Zählern der beste Spieler beim Eurotrainer und zu recht die Nummer vier im Mittelfeld. Auch dahinter in der Defensive ist der Titelverteidiger aus Spanien mit Ramos (90) und Piqué (92) bestens vertreten. Und siehe da, mit Pepe (87) schaffte es sogar ein Portugiese in die Europaauswahl. Kein Weg führte dagegen im Tor an Juve-Ikone Buffon (106) vorbei. Nur im Angriff ist es irgendwie vorbei mit Spaniens Pracht und „Tiki-Taka“. Portugals dreifacher Torschütze Ronaldo (96) und die beiden Italiener Balotelli (107) und Cassano (105) sind hier ganz klar erste Wahl.

Mit seinem Kader ganz nah dran an der Super-Elf war Lennart Kruse aus Aerzen. Er hatte im Finale noch acht Eisen im Feuer und schaffte beim Eurotrainer so im Endspurt mit 1056 Punkten den Sprung auf den Thron. Denkbar knapp geschlagen musste sich Christina Schaper aus Hessisch Oldendorf (1050) mit Platz zwei begnügen. Dritte wurde Malina Eberhardt aus Hameln (1040).




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