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Ausbau im Innenbereich ist definitiv gescheitert / Jetzt Neugestaltung rund um die Kirche

Tietz-Parkplätze vom Tisch - neuer Anlauf

Stadthagen (jl). Der Bau der sogenannten Tietz-Parkplätze im Innenbereich zwischen Schul- und Niedernstraße ist endgültig vom Tisch. Die Stadt bereitet jetzt eine andere Planung zum selben Zweck vor. Das soll mit einer Umgestaltung des Bereiches um die Martini-Kirche möglich werden.

Eigentlich wollte Tietz-Inhaber Holger Schulz im September die Handwerker kommen lassen, um das Geschäft grundlegend umzugestalten (wir berichteten). Eine Grundbedingung dafür waren und sind zusätzliche Parkplätze, weil der große Umbau sonst auf wirtschaftlich unsicheren Füßen stehen würde, wie Juniorchef Christian Schulz auf Anfrage betonte. Die Handwerker werden im September nicht kommen, weil es die Parkplätze im Innenbereich nicht geben wird. Holger Schulz hat die Stadt gebeten, die entsprechenden Planungen einzustellen. Damit ist unter anderem ein zweijähriges Mediationsverfahren des Stadtbauamtes für die Katz'. In diesem hatte Stadtplaner Gerd Hegemann versucht, die widerstreitenden Interessen der Anwohner der grünen Lunge und der Firma Tietz unter einen Hut zu bringen. Anfang dieses Jahres schien der Knoten durchschlagen zu sein. Präsentiert wurde ein Konzept mit etwa 16 Stellplätzen. Das sah "so aus, als ob es funktionieren würde", blickte jetzt Bauamtsleiter Manfred Fellmann im Pressegespräch zurück. Es hat aber nicht funktioniert, weil nach Fellmanns Andeutungen nicht alle Anwohner mit diesem Kompromiss einverstanden gewesen sind. "Am Ende waren es nur noch zehn Parkplätze und immer mehr Kosten für zusätzliche Maßnahmen", stellte Christian Schulz seine Sicht der Dinge dar. Diesen hohen Aufwand mochten Vater und Sohn Schulz nicht schultern, deshalb die Bitte an die Stadt, die bisherigen Planungen einzustellen. Weil vor allem vor dem Hintergrund des Cima-Gutachtens ein Lebensmittelhandel an dieser Stelle eine hohe Bedeutung hat, "ist es unser Interesse, diesen Standort zu halten", unterstrich der städtische Pressesprecher Fritz Wehling. Deshalb verfolgt das Bauamt jetzt einen neuen Planungsansatz, um die Tietz-Parkplätze doch noch zu schaffen. Der Ansatz fußt laut Fellmann auf dem ursprünglichen Planungskonzept für die Fußgängerzone. Aus deren Gestaltung ist nämlich bis jetzt der Bereich zwischen Schulstraße und Marktplatz -also das Gelände rund um die Martini-Kirche ausgespart worden. Diese Lücke soll jetzt geschlossen werden -auch mit Blick auf den historischen Kirchweg, der zur Gestaltung ansteht. Dabei sollen unter anderem die steinernen Hochbeete um die Kirche verschwinden - und an einer noch zu definierenden Stelle die Parkplätze entstehen. Zunächst wird sich in zwei Wochen mit dem neuen Denkansatz der Kirchenvorstand befassen, der für etwa die Hälfte des zur Disposition stehenden Areals spricht. "Ich sehe dem optimistisch entgegen", bekundete Oberprediger Klaus Pönnighaus auf Anfrage. Der Bereich um die Kirche könne -trotz der Parkplätze -nur gewinnen. Auch in der nächsten Sitzung des Bauausschusses des Rates kommt das Thema auf den Tisch.




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