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Tierische Jonglage weckt die Neugier auf Schule

BAD MÜNDER. Von wegen langweilige Rede über Schulanfang und Ernst des Lebens: An der Grundschule Bad Münder wurde der erste Schultag zum unterhaltsamen Show-Erlebnis. Nach einem Einschulungsgottesdienst am Vorabend erlebten am Sonnabendvormittag 69 Lernanfänger in zwei Durchgängen ihre erste Schulstunde.

Die Abc-Schützen staunen, als Schulleiter Christoph Schieb zu jonglieren beginnt – die Neugier auf Schule ist geweckt. Foto: Huppert

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Christoph Huppert Reporter

„Mit 69 Kindern in drei Klassen halten wir eine gute Dreizügigkeit“, freute sich Schulleiter Christoph Schieb. Auch für ihn sei der Einschulungstag trotz Doppelbelastung in der Kernstadt und Bakede ein Highlight im Schuljahr. Und die mündersche Einrichtung wäre nicht „zertifizierte musikalische Grundschule“, wenn es zu diesem Anlass nicht etwas Besonderes gäbe. Begleitet von Ann-Kathrin Jansen am Klavier und mit den schwungvollen kleinen Sängern des Grundschulchors im Rücken, verdeutlichte Schieb den neuen Schülern auf unterhaltsame und anschauliche Weise das Schulmotto „Miteinander – Füreinander“. Der Versuch, einigen Stofftieren wie Igel, Fisch und Eule das Fliegen zu lehren, machte klar, dass Lernen nur gemeinsam klappt. Reichlich Applaus gab es auch für die spektakuläre Jonglage des Schulleiters, der die Stofftiere in Artistenmanier durch die Luft wirbelte. Vor allem die Neulinge zeigten sich äußerst beeindruckt – und die Neugier auf Schule war geweckt. Jeder der Schultütenträger wurde mit Handschlag persönlich begrüßt, ehe die erste Schulstunde endlich begann.

Neben traditionellen liebevoll hergerichteten Schultüten wie sie auch die kleine Tilda Winter in den Händen hielt – ihre Patentante, eine Grundschullehrerin aus Hannover, hatte ganze Arbeit geleistet –, fiel der kleine rote Schultütendrache des sechsjährigen Tamo Sommer besonders auf. Andernorts fachsimpelten die Väter Christian Friedrich und Marcus Nottmeier aus Bad Münder über vergangene Schulzeiten, während sie auf ihre Kinder Charlotte und Silas warteten. „Mein Kind soll zufrieden und glücklich sein, leicht lernen und viele Freunde finden“, fasste Ann-Kathrin Winter die Erwartungen und Hoffnungen der Eltern zusammen. Wenn der Schulalltag mit so viel Schwung, Fantasie und Motivation wie bei der Einschulungsshow weitergeht, bestehen dazu allerbeste Aussichten.

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