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Tiere in Aktion: Kunstwerkstatt zeichnet Wisentgehege

BAD MÜNDER. Klar, ein paar Jungs würden auch immer mal wieder ein bisschen rumblödeln. „Aber das ist auch in Ordnung“, erklärt Silvia Behnke von der Kunstwerkstatt. Denn auch die älteren Jungs greifen immer wieder zum Stift, vollenden ein Kunstwerk.
18 Jungen und Mädchen haben sich auf den Weg ins Wisentgehege gemacht.

Kunst am Wildschweingehege: Fenja (8), Linnea (8), Talina (9) und Luisa (8) arbeiten an ihren nächsten Kunstwerken – inspiriert von den Tieren und der Natur im Wisentgehege. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Ausgestattet mit Wachsmalern, Pinseln, Buntstiften, Kohle und Kreide entdecken sie Natur und Tiere mit einem künstlerischen Blick. Unter der Anleitung von Behnke geht es vorbei an Ziegen, Wildschweinen und Schwänen. „Wir müssen uns jeden Tag aufs neue entscheiden, wo wir hinwollen“, erklärt Behnke – denn die Kinder haben unterschiedliche Lieblingstiere, die sie gerne beobachten wollen.

Der genaue Blick ist es, auf den es Behnke ankommt – nicht das perfekte Kunstwerk: „Die Kinder sollen schon genau hingucken, was an einem Schwan besonders ist, wie er sich im Wasser spiegelt oder wie sich das Fell von verschiedenen Tieren unterscheidet. Details, die sich dann auch in den Bildern widerspiegeln, freut sich Behnke.
Dabei ist die Kunst auch bewusst nicht auf die Tiere beschränkt. Blätter, Baumstrukturen und verschiedene Pflanzen können genauso als Idee für das nächste Bild dienen. Kunstexperimente kommen dabei ebenso vor – denn nicht jeder muss direkt zum Buntstift greifen: „Ein Junge hat zum Beispiel danach gefragt, wie er die Struktur eines Blattes aufs Papier bekommt. Das haben wir dann als Negativabdruck gemacht“, erklärt Behnke, „und schwarze Kohle ist natürlich auch geil.“ Zum verreiben von Kreide und Kohle hat sie Einmalhandschuhe mitgebracht, damit die Kinder nicht mit komplett verschmutzten Händen und Klamotten nach Hause kommen.

Die Projektpremiere ist Behnke damit geglückt. Die Leiterin der Kunstwerkstatt ist erstmals in einem mehrtägigen Ferienprojekt ins Wisentgehege gefahren. Die zahlreichen Kunstwerke, die dabei entstanden sind, zeugen von Kreativität und Ideenreichtum.

„Sechs oder sieben habe ich bestimmt schon gemalt“, sagt Luisa nach kurzem Überlegen am Donnerstag – aber sicher ist sie sich nicht. Sie ist am dritten Tag mit einem Bild beschäftigt, das sich mit verschiedenen Tieren in den vier Jahreszeiten beschäftigt. Im Frühlings-Feld malt sie mit Kreidestiften ein paar gelbe Streifen: „Das wird eine Biene“, erklärt sie.

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