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Nach 17 Jahren: Außenfassade muss saniert werden / In einem Stück erneuern oder gestückelt?

Tiefe Risse und Wasser, das durch Mauern dringt

Obernkirchen (rnk). An Ort und Stelle hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt davon überzeugt, was längst offenkundig ist: Das Museum wartet dringend auf eine Sanierung. Jetzt sollen die Kosten für eine Komplettsanierung der Außenfassade ermittelt werden.

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Außen und innen sind tiefe Risse zu sehen, eine Folge der Setzungen, Bewegungen im Boden und natürlich der Witterung. Wie Michael Edler von der Stadtverwaltung mitteilte, ist der Putz vor 17 Jahren aufgetragen worden. Probleme gibt es auch mit dem Wasser. Es dringt bei den Fenstern ein, weil die Fassung aus Sandstein schlecht schließt. Zwar wurde mit Silikon dann nachgebessert, aber eine endgültige Lösung sei das nicht. Immerhin: "Es ist nicht schlechter geworden", bewertete Edler. Diskutiert wurde im Ausschuss, ob die Sanierung nicht in mehreren Teilen durchgeführt werden könnte. Dirk Rodenbeck (CDU) sprach sich dabei für eine Komplettsanierung aus: "Das komme allemal billiger, als wenn wir in einzelnen Schritten vorzugehen." Wilhelm Mevert (SPD) konnte sich auch eine Stückelung vorstellen: "Erst die Westseite, dann den Rest." Dominiert wurde die Debatte dann schnell von der Frage, ob bei der Sanierung nicht gleich energetische Sparmaßnahmen mit ergriffen werden sollten, wie es vor allem Thomas Stübke (Grüne) forderte. Die Frage, ob die Festerscheiben ausgetaucht werden sollten, um eine bessere Wärmebilanz zu enthalten, wurde im Ausschuss nach kurzer Debatte verneint. Horst Sassenberg (CDU) sah es so:"Warum soll man passable Werte der Wärmedämmung noch verbessern? Was bringt das?" Das sei bisher doch gar nicht so dramatisch gewesen, meinte Sassenberg. Aber zumindest streichen und auf ihre Dichtigkeit könnte man die Fenster durchaus einmal prüfen, entgegnete Stübke. Die Ausschicht, dass der Denkmalschutz bei der Sanierung mit ins Boot geholt werden müsse, löste bei den Politikern naturgemäß keine großen Beifallsstürme aus. Der Denkmalschutz, betonte Beate Krantz (CDU), "gibt uns bestimmt wieder Antworten, die hier keiner hören will". Beschlossen wurde, dass die Bauverwaltung die Kosten für eine Sanierung aller vier Wände ermitteln soll. Bis die Zahlen vorliegen, kann es indes dauern. Zum einen ist das Bauamt personell nach dem Ausscheiden zweier Mitarbeiter unterbesetzt, zum anderen ist nicht nur den Politikern klar, dass in den nächsten Monaten wohl kein Euro für eine Sanierung zur Verfügung stehen wird. Andere Projekte, wie etwa der Rathausumbau genießen bei Politik und Verwaltung in diesen Tagen eine deutlich höhere Priorität.



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