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Tief Alfred: Tag eins nach dem Unwetter in Bad Münder

BAD MÜNDER. Tag eins nach Alfred: Auf den Straßen von Hachmühlen und Hasperde stehen noch Pfützen. Es sieht aus wie nach einem Schauer – wenn da nicht der sprudelnde Gulli und der See auf dem Sportplatz wäre.
„Ich hatte damit gerechnet, dass die Bundesstraßen überflutet werden“, sagt Hartwig Möller am Mittwochmorgen.

Hasperder Seenplatte: Das Feld hinter dem Schloss in Hasperde war auch am Mittwoch noch überflutet. Foto: Dittrich
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

„Aber das ist zum Glück nicht passiert.“ Der Ortsbürgermeister aus Hachmühlen führt das auch auf den Baggereinsatz an der Hamel im Dezember zurück. Damals hatt der Unterhaltungsverband Ilse-Hamel rund 70 Kubikmeter Schlamm aus dem Flussbett unter der B 217 geholt. „Das hat sicher enorm viel gebracht“, ist Möller überzeugt. So waren in Hasperde nur die Neustädter und die Dorfstraße von den Überflutungen betroffen. Auch wenn es sicher noch einige vollgelaufene Keller gäbe, sei die Gefahr nun gebannt, „wenn es nicht wieder anfängt zu regnen.“ Außerdem ist Möller voll des Lobes für die Einsatzkräfte der Feuerwehr: „Was die Kameraden und die privaten Helfer geleistet haben, das ist ganz große Klasse.“ Viele Keller seien schnell leergepumpt und Tiere gerettet worden. Am Mittwochmorgen stand das Wasser vor allem noch auf dem Sportplatz des TSV, am Ortsausgang in Richtung Coppenbrügge.

Anderer Ort, ähnliches Bild: Das Seniorendomizil im Schloss Hasperde hatte seit Montag einen Platz am See. In den Abendstunden hatte sich das Feld an der Rückseite des Schlosses in ein Gewässer verwandelt. Kurzfristig drang Wasser in das Gebäude ein, dass mithilfe der Feuerwehr aber in der Nacht beseitigt werden konnte (wir berichteten). Ab da hielt die Kombination aus einem Wasserschott und Feuerwehrpumpen den feuchten Massen stand. Bewohner mussten nicht evaquiert werden. Aber auch hier gluckerten die Gullideckel noch kräftig, kleinen Fontänen aus den Löchern zeugten von überfüllten Abwasserrohren, entlang der Straße in Richtung Hohnsen staute sich das Wasser, floss aber nicht mehr über den Asphalt wie am Vortag.

Auch die Einsatzkräfte der Feuerwehr konnten ab Mittwoch durchatmen. Zu den zwölf Einsätzen am Tag kamen in den Abendstunden am Dienstag und am Mittwochmorgen nur noch zwei weitere hinzu: In Hamelspringe war am Dienstag ein Haus geflutet, das derzeit kernsaniert wird. Laut Feuerwehr-Pressesprecher Marko Klose stand das Wasser bis zu 40 Zentimeter hoch im Keller, konnte von der Feuerwehr aber schnell abgepumpt werden. Am Mittwoch gegen 6.30 Uhr musste außerdem ein umgestürzter Baum auf Höhe der Bahnunterführung an der B442 bei Bad Münder entfernt werden. Ob der Stamm aufgrund des Regens umgeknickt war, war aber zunächst unklar. Neben den registrierten Einsätzen waren Ortswehren aber dennoch vor allem in den Morgen- und Abendstunden am Dienstag im Einsatz, um Anwohner zu unterstützen und bei steigendem Wasserpegel einzugreifen. Registriert wurden größere Einsätze in Hasperde, Egestorf, Bad Münder, Nienstedt, Nettelrede, Beber und Hachmühlen. Zu überregionalen Einsätzen – beispielsweise nach Hameln oder Coppenbrügge – wurden die Feuerwehrkameraden nicht gerufen.



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