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Jugendfeuerwehr erlebt spannende Tage bei Deutscher Meisterschaft in Böblingen

Ticket zur WM nur knapp verpasst: Möllenbecker landen auf Platz 5

Möllenbeck/Böblingen (rd). Ein kleines Missgeschick bei der Staffelübergabe hat den Traum von der WM-Teilnahme platzen lassen: Das Team der Jugendfeuerwehr Möllenbeck ist bei der Deutschen Meisterschaft in Böblingen auf dem fünften Platz gelandet. Auch wenn es für den Landesmeister damit nicht zum WM-Ticket ins tschechische Ostrava gereicht hat, zieht Jugendwart Dennis Winter ein rundum positives Fazit: "Wir haben vier ereignisreiche Tage in Böblingen erlebt und dabei viele Freundschaften intensiviert oder neu geknüpft - und das zählt am Ende mehr als eine bestimmte Platzierung."

Als Landesmeister der niedersächsischen Jugendfeuerwehren hatte sich die Jugendfeuerwehr Möllenbeck für die Deutschen Meisterschaften nach internationalen Wettbewerbsrichtlinien (CTIF) qualifiziert, die Ende Juli in Böblingen ausgetragen wurden. Die Großveranstaltung mit 1800 Feuerwehrleuten in 130 Gruppen war für die zwölf- bis 16-jährigen Möllenbecker ein beeindruckendes Erlebnis: "Schon als bei der offiziellen Eröffnungsfeier die Nationalhymne gespielt wurde, bekam so mancher eine Gänsehaut", berichtet Jugendfeuerwehrwart Dennis Winter. Auch die Wettkampfatmosphäre im Stadion war ein besonderes Erlebnis: Parallel zum Wettbewerb der Jugendfeuerwehren fand das "Hakenleiter-Steigen" statt, ein spektakulärer Wettbewerb, der traditionell sehr viele Zuschauer ins Stadion lockt. "So konnte unsere Gruppe vor vollen Rängen ihre Übungen absolvieren - eine unbeschreiblich schöne Stimmung, die jeder bestimmt noch lange in Erinnerung behalten wird", schwärmt Winter. Für Unterstützung war dabei gesorgt: Denn auch aus Möllenbeck war ein Fanclub angereist, der mit Trommeln und Tröten für eine super Stimmung auf den Rängen sorgte. Zum Fanclub gehörten auch die Mitglieder der Möllenbecker Gruppe, die bei den Landesmeisterschaften den zweiten Platz belegt hatte - denn da aus einer niedersächsischen Jugendfeuerwehr immer nur eine Gruppe an den Deutschen Meisterschaften teilnehmen darf,rückte für die zweite Möllenbecker Gruppe die JugendfeuerwehrAdenbüttel nach. Beim Training in Böblingen deutete sich bereits an, dass es drei Favoriten für die beiden Plätze zur Weltmeisterschaft gab: den amtierenden Deutschen Meister aus Oberneukirchen, die Gruppe Adenbüttel (Deutscher Meister 2005) - und die Möllenbecker. Der Wettbewerb besteht aus einer Hindernisbahn, bei der die Jugendlichen eine Schlauchleitung verlegen und mit einer Kübelspritze fünf Liter Wasser in eine Spritzwand spritzen müssen, und einem 400-Meter-Staffellauf. Die Gruppen aus Oberneukirchen und Adenbüttel legten bei ihrer ersten Übung jeweils fehlerfreie Läufe mit sehr guten Zeiten vor. Unter dem Getöse der Trommeln und Tröten der Zuschauer blieben auch die Möllenbecker fehlerfrei, benötigten aber drei Sekunden länger für ihren Durchlauf. Nachdem Oberneukirchen und Adenbüttel auch ihre zweite Übung jeweils fehlerfrei und mit sehr guten Zeiten absolvierten, war die Ausgangslage für die Möllenbecker klar: Sie mussten volles Risiko gehen, um mit einer neuen Rekordzeit noch einen der beiden ersten Plätze belegen zu können. Die Spannung war immens: Die Möllenbecker zeigten einen hervorragenden Lauf und waren sogar auf Rekordkurs, bis bei einer Staffelübergabe ein Missgeschick passierte, das wertvolle Sekunden kostete. Zu allem Überfluss bekamen die Möllenbecker auch noch einen Fehler angerechnet ("nachweislich unberechtigt", wie Jugendwart Winter betont), sodass die Gruppe am Ende einen immer noch sehr guten fünften Platz belegte. Besonders bedanken möchte sich Jugendwart Dennis Winter mit seinem Team bei allen Helfern und Sponsoren: "Ohne diese Unterstützung wäre uns eine Teilnahme nicht möglich gewesen."




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