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GeTour-Geschäftsführer wechselt zu Präventionskonzern

Thomas Heiming verlässt Bad Münder

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VON JENS RATHMANN

Seit der Gründung im Jahr 2000 leitet Heiming die Gesellschaft, in die er über die Awo GSD gekommen war. Zur Gründung der Gesellschaft ging die Stadt eine enge Partnerschaft mit der Arbeiterwohlfahrt ein – 52 Prozent der Anteile hielt die Stadt, 48 die Awo GSD. Das änderte sich erst im vergangenen Jahr, als im Zuge der Insolvenz der Awo GSD die GeTour 100-prozentige Tochter der Stadt wurde. Unter Heimings Regie wurde die Gesellschaft nicht nur der für Veranstaltungen, Tourismus und Gesundheit zuständige Arm der Stadt, er dehnte das Betätigungsfeld auch auf die Nachbargemeinden Coppenbrügge und Salzhemmendorf aus.

Aufsehen erregte 2005 Heimings Vorstoß, mit der städtischen Tochter GeTour ein in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratenes Fitnessstudio zu übernehmen. Nach einigen Jahren zog sich die Gesellschaft wieder heraus, die Awo-Gesellschaft für Prävention- und Rehabilitation, deren Geschäftsführer Heiming ebenfalls war, übernahm.

Wesentlich auf das Engagement des im Gesundheitsbereich sehr gut vernetzten Geschäftsführers zurückzuführen ist die Beteiligung Bad Münders am Pilotprojekt zur kommunalen Gesundheitsförderung, das die Stadt mit der KKH gestartet hat.

Trotz seiner Erfolge ist Heiming in der münderschen Politik nicht unumstritten. Bereits zweimal sprach sich eine Ratsmehrheit dafür aus, eine Konsolidierungsstufe bei der GeTour auszusetzen und den Vertrag des Geschäftsführers für ein Jahr zu verlängern – und bremste damit Bestrebungen aus, Heimings Position zu schwächen. „Ich weiß, dass ich polarisiere“, sagt Heiming – letztlich sei es ihm aber immer um die Sache gegangen. Überhaupt waren Kürzungen und Einsparungen ein Problem, mit dem er viele Jahre bei der GeTour zu kämpfen hatte: Irgendwann sei es nur noch möglich gewesen, den Stand zu halten – nach seiner festen Überzeugung sei das aber unter den Rahmenbedingungen auch schon ein großer Erfolg.

Nach Bad Münder kam der heute 51-Jährige vor 20 Jahren – der Wirtschaftsinformatiker war zunächst für die EDV und Organisation in der Deister-Süntel-Klinik und später in der gesamten Awo GSD in Bad Münder zuständig. 1998 übernahm er das Physikalische Therapie Center im Kurmittelhaus. „Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass zu der Zeit weniger als eine Handvoll Mitarbeiter dort beschäftigt waren. Mit allen Mietern sind inzwischen rund 40 Menschen im Kurmittelhaus beschäftigt“, sagt Heiming.

Nach der Insolvenz der Awo GSD 2015 sieht er das PTC und das Fitnessstudio unter Investor Dr. Reinhard Wichels wieder gut aufgestellt. „Insofern ist jetzt der richtige Zeitpunkt für mich gekommen, mich einer neuen beruflichen Herausforderung zu stellen.“ Die Chance dazu wird ihm als Mitglied der Geschäftsleitung eines europaweit aufgestellten Präventionsunternehmens mit mehreren Tausend Beschäftigten geboten. Von Berlin aus wird er als Direktor das Gebiet Nord/Ost verantworten. Wechseln wird Heiming aber erst zum Jahreswechsel – und sich die verbleibende Zeit mit voller Kraft für die GeTour und die DSK Prävention und Reha einsetzen, kündigt er an.



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