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Ortsrat Scheie: Ausdauerndes Beharren scheint sich auszuzahlen / Querungshilfe in konkreter Planung

Themen mit Stammplatzcharakter behandelt

Scheie (bus). Mehrere Themen, denen mit Blick auf die Tagesordnungen Stammplatzcharakter zukommt, haben den Verlauf der aktuellen Sitzung des Scheier Ortsrates geprägt. Während der Zusammenkunft trat zutage, dass ausdauerndes Beharren auf lokalpolitischen Forderungen sich mitunter auszahlen kann. Baubereichsleiter Karlheinz Soppe berichtete der Versammlung von deutlichen Fortschritten betreffs der Errichtung einer Mittelinsel auf der Hauptstraße am nördlichen Ortsausgang.

Diese Luftaufnahme Scheies ist jünger als einige Tagesordnungsth

Ortsbürgermeister Friedrich Meyer zitierte aus ziemlich historischen Sitzungsprotokollen, die erste öffentliche Forderungen nach einer Querungshilfe auf das Jahr 1964 datieren. Damals stand ein "Zebrastreifen" zur Debatte. Derzeit stellt sich die Lage so dar, dass selbst die Verkehrskommission des Landkreises mit den Scheier Vorstellungen konform geht. Was die Politiker als gutes Zeichen interpretieren. Soppe stellte die Ergebnisse einer Geschwindigkeitsmessung vor, präsentierte konkrete Planungen und kalkulierte die Kosten. Etwa 70 000 Euro soll ihm zufolge die Verkehrsbremse den Steuerzahler kosten. Die unweit der Abzweigung "Am Nordhofe" gemessenen Geschwindigkeiten bestätigten die Annahmen der Bewohner in vollstem Umfang: Gleich ob ortsein- oder ortsauswärts, bewegten jeweils rund 90 Prozent der Fahrzeugführer ihre Vehikel mit mehr als 50 Kilometer pro Stunde. Etwa zwei Drittel aller Fahrzeuge rauschten mit 70 oder 80 km/h an der Messstelle vorüber. Soppes Kommentar: "Die Situation ist nicht hinnehmbar." Der Ortsrat plädierte unabhängig von der Tatsache, dass endgültige Entscheidungen erst am Jahresende gefällt werden, für eine weitere Messaktion, die das Tempo am südlichen Ortsrand erfassen soll. Fürs erneute Auftauchen eines weiteren "Dauerbrenners" - Soppe: Läuft seit 30 Jahren - sorgte ein Schriftstück der Deutschen Bahn. Das Unternehmen beabsichtigt (wieder einmal), den Gleisübergang am Bahnhof zu schließen. In die von der Bahn erwünschte Stellungnahme sollen die Überlegungen der Scheier Interessenvertreter einfließen. Die Erörterung der ebenfalls nicht zum allerersten Mal auf die Tagesordnung beförderten Punkte "Baugebiete" und "Straßenbau" erbrachte nichts wirklich Unerwartetes. Hinsichtlich der Baugebiete mangelt es an einem finanzkräftigen Bauträger, hinsichtlich der Straßenherrichtung an städtischen Finanzen. Gleichwie soll das Gebiet "Krusenkamp" im Flächennutzungsplan verbleiben und dem Scheier Straßen- und Wegenetz während einer für Anfang Mai vorgesehenen Bereisung des Bauausschusses ein besonderes Augenmerk gelten. Ob die Ausschussmitglieder auch die "Feldstraße" in Augenschein nehmen werden, war nicht zu erfahren. Die Verbindung hat kürzlich einen festen Belag erhalten. Der Ortsbürgermeister vergaß nicht, sich im Namen der Einwohnerschaft für die Investition zu bedanken. Auch wenn die "Schwarzdecke" ein wenig auf sich hat warten lassen. Meyer: "Über 20 Jahre."

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