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Zufriedene Gesichter bei „Oldies, Pop & Rock’n‘ Roll“

The Lords lassen es kräftig krachen

Bad Münder. Musiker und Musikjournalist Lars Andersen hat zur Party an die Süntelstraße geladen – und die „deutschen Beatles“ sind gekommen: The Lords, im 56. Jahr ihres Bandbestehens und gerade mit neuem Album „Now More Than Ever“ auf Tour, machten Station im Rockzelt Camp Balu.

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VON SASKIA HELMBRECHT

Die Beat-Legenden, inzwischen dienstälteste Rockband der Welt, wollen von Ruhestand nichts wissen. 13 neue Songs haben sie im Gepäck. Musikalischer Stillstand? Auf keinen Fall. Sowohl Stücke vom neuen Album, als auch Klassiker wie „Poor Boy“ oder „Gloryland“ sorgten im Rockzelt für jede Menge Abwechslung auf der Bühne. Bei „Fire“ und „And at night“ sang das Publikum die Texte mit. Bevor sie allerdings den Song „Cut my hair“ anstimmten, musste etwas klargestellt werden: Haare abschneiden – das kommt für keinen der Sänger in Frage. Die „Prinz-Eisenherz-Frisuren“ gehören auch einfach dazu.

Neben den Lords gab es noch einen weiteren Höhepunkt bei „Oldies, Pop & Rock‘n‘Roll“: Harpo war zurück in Bad Münder. „Ich fühle mich hier schon fast zu Hause“, sagte der Schwede, der vollständig Jan Harpo Torsten Svensson heißt. Bereits vor zehn Jahren sorgte sein spektakulärer Auftritt im Kurpark für Furore, als er trotz Flugangst auf einen Hubschrauber setzt, um rechtzeitig in Bad Münder zu sein. Und wie damals sang Harpo wieder barfuß und mit dunkler Sonnenbrille. Warum? „Weil ich ohne Schuhe ein gutes Gefühl auf der Bühne habe. Angefangen habe ich damit mit 16 Jahren in der Theaterschule, unter anderem auch dadurch, dass damals alle Plateauschuhe getragen haben und die sehr teuer waren“, erklärt er im Gespräch. Auch sein zweites Markenzeichen, der Spazierstock mit silberner Klingel, durfte nicht fehlen. Das Publikum im gut gefüllten Rockzelt wurde in das Jahr 1976 zurückversetzt, als der schwedische Musiker mit dem Welthit „Moviestar“ seinen Durchbruch erlebte und sich 31 Wochen in den deutschen Charts hielt. Ein Pop-Klassiker und Dauerbrenner, der jedoch immer noch aktuell ist und den auch die jüngere Generation mitsingen kann. Aber auch Hits wie „Sayonara“, „Motorcycle Mama“ und „Horoscope“ sorgten für ausgelassene Stimmung bei den Gästen und weckten Erinnerungen. Ein Cover zum Schluss von Charlie Chaplins Hit „Smile“ rundete seinen Auftritt ab.

An Power fehlte es dem mittlerweile 65-Jährigen wirklich nicht, zum 40-jährigen Bühnenjubiläum überzeugte er das Publikum in Bad Münder mit einer quirligen Show. Hits wie „In the Zum Zum Zummernight“ haben noch immer Ohrwurmqualität und wirkten lange nach. Am Ende des Konzertabends sahen viele Besucher das Motto bestätigt, das Organisator Andersen ausgegeben hatte: „Oldies but Goldies“. „Ich bin unglaublich stolz, dass diese Musiklegenden wieder nach Bad Münder gekommen sind“, sagte Andersen. Das Rezept: „Wir sind hier eben eine Clique und passen menschlich einfach sehr gut zusammen.“ Die Bühnen- und Lichttechnik um Heiner Behnke sorgte außerdem für einen hohen Grad an Professionalität.



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