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„The Keltics“ im Rockzelt: Nackte Männerbeine in Bad Münder

BAD MÜNDER. Ein Abend wie gemacht für Wortspielereien. Selten stand der Rock im Camp Balu an der Süntelstraße so im Mittelpunkt. Denn zur Musik kamen auch die passenden Kleidungsstücke, und dass der Kilt, der Schottenrock, auch Männerbeine in Szene zu setzen weiß, bewiesen Musiker und Konzertbesucher eindrucksvoll.

Rock-Party mit „The Keltics“ im Rockzelt. Foto: rp

Erstmals wurde zu einem irisch-schottischen Folk-Rock-Abend ins Zelt geladen. Mit der besonders in Niedersachsen bekannten und umjubelten Band „The Keltics“ aus der Nähe von Celle standen sechs Vollblutmusiker auf der Bühne, die es von Beginn an verstanden, ihren eigenen Spaß an der Musik auf das Publikum zu übertragen.

Viele Zuschauer waren erstmals an die Süntelstraße gekommen, so auch Petra und Uwe Prashuhn aus Bückeburg. „Wir haben die Keltics vor Jahren im Kloster Möllenbeck in Rinteln gesehen und haben uns spontan entschlossen, für dieses Konzert nach Bad Münder zu kommen. Einfach genial, diese mitreißende Bühnenshow“, schwärmte Uwe Prashuhn. „Und hier ist ja auch eine tolle Stimmung“, ergänzt seine Frau.

Auch die kurze Umfrage von Sänger und Taktgeber Thys Bouma nach der Herkunft der Gäste zeichnete ein klares Bild: Rund drei Viertel der Konzertbesucher an diesem Abend waren keine Münderaner, sondern aus der nahen und fernen Umgebung angereist. Und das überraschend oft eben auch im passenden Outfit. Der Kilt, der gefaltete schottische Wickelrock, gehört für Ulrich Schill aus Arnum bei Hemmingen fest dazu. Er ist mit Partnerin Martina Müller Stammgast bei Konzerten der Keltics.

Präsentiert wurde auf der Bühne eine gut ausgewählte Mischung aus fetzigen Irish-Rock-Songs mit E-Gitarre, Bass und Drums und irischen Balladen, bei denen Mick Loos die Flöte, den schottischen- und den irischen Dudelsack einsetzte – begleitet von Kim Hansen am Akkordeon. Aber auch bei Klassikern zum Mitsingen wie „Whiskey in the Jar“ konnte sich kein Musikliebhaber entziehen. Angetrieben von Thys Bouma wurde gesungen, gewunken und geklatscht wie beim Titel „Loch Lomond“. Mit vollem körperlichen Einsatz wurde auch auf der Bühne musiziert und beim gemeinsamen Hüpfen flogen die Kilts der Musiker doch recht weit nach oben.

„Wir sind schon in den letzten Jahren ein wenig rockiger geworden“, verriet Bouma den Fans und es folgten auch Songs von AC/DC und Black Sabbath. Ein Highlight sicherlich die Polonaise quer durchs Rockzelt. Angeführt von den sechs Musikern mit Flöte, Gitarre, Akkordeon, Trommel und Bass folgten viele Zuschauer der Band zum Song „500 Miles“ mehrere Runden durchs Publikum. Es war nicht das einzige Mal, das sich Bandmitglieder unter die Zuhörer mischten und Nähe herstellten. Selbst für häufige Rockzelt-Besucher stand nach drei Stunden erstklassiger Unterhaltung mit mehreren Zugaben und tosendem Applaus fest, dass sie einem außergewöhnlichen Konzert beigewohnt hatten.

Sie sind nun gespannt aufs letzte Konzert der Rockzelt-Saison. Die Westernhagen-Coverband „Mit 18“ spielt am 7. Oktober. Wer dabei sein will, sollte sich schnell entscheiden, da nur noch wenige Restkarten in den Vorverkaufsstellen erhältlich sind.



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