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Großes Echo auf Benefizkonzert für "Interhelp" / Star-Tenor und -Klarinettistin im Schloss umjubelt

"Terry"& "Lone" verzaubern das Publikum

Bückeburg. Das Benefizkonzert zugunsten der Hamelner Hilfsorganisation Interhelp, "Deutsche Gesellschaft für internationale Hilfe", ist Samstagabend unter der Schirmherrschaft von Alexander Fürst zu Schaumburg-Lippe im Festsaal des Schlosses auf große Resonanz gestoßen. Mit dem Erlös soll notleidenden Kindern geholfen werden.

Autor:

Dietlind Beinßen

Der adlige Gastgeber machte zu Beginn mit Einzelheiten der Organisation vertraut und wies nachdrücklich daraufhin, dass jeder Cent vor Ort ankomme, und deshalb sei das Projekt für ihn besonders schön. Zudem dankte er der unentgeltlich auftretenden Künstlerschar. Das waren US-Countertenor und Tenor Terry Barber, die in London lebende dänische Klarinettistin Lone Madsen, Percussionist Martin Rohrich, Birgit Bachhuber, Harfenistin von der Radiophilharmonie Hannover, Pianistin Olga Sologina, Schüler der von Marianne Rocher geleiteten Tanzschule Meiners aus Hannover und last but not least der 14-jährige Saxofonist Maximilian Baritz, der den Anfang des Musikreigens für den guten Zweck gestaltete. Toll gemeisterte Staccatopassagen, flotte Intervallsprünge und virtuose Läufe in zwei Charaktersticken sowie südamerikanische Rhythmen ließen das Publikum bei Maximilians Bläsereskapaden die Ohren spitzen und begeistert Beifall spenden. Die im ersten Teil poppig angehauchte, stetig pulsierende Programmkette, bei der sich mithilfe von Beamern die Töne auf zwei großen Leinwänden in Farben und Formen verwandelten, ging in bunter Reihenfolge - allerdings ohne Baritz - weiter. Die charmante Komponistin und Solistin Lone Madsen wusste ihr Publikum mit "Hypnotic" für sich zu gewinnen, indem sie das klangliche Reservoire ihres Instrumentes nach Herzenslust auskostete. Im sich anschließenden "My love" kam die gesamte Mannschaft zu Wort, beziehungsweise Ton. Vom nicht ganz so voluminösen Tenor zum ausdrucksstarken Countertenor verwandelte sich Barber dann im von der Harfe eingebetteten "Ombra Mai". Beim folgenden "Everytime I look of you" begleiteten den Vokalisten Pianistin und Klarinettistin aufs Feinste. Nicht nur hier und im später folgenden "Lied ohne Worte" wurde hörbar, wie perfekt die Klarinette mit dem Gesang interagieren kann. Die im Counterbereich in allen Lagen warm timbrierte Stimme des Gastes aus den USA bewährte sich zudem im harfenumrankten "Amarilli Mia Bella" ausgezeichnet. Aber auch die von Präzision geprägten Perkussionsdarbietungen und die Tanzeinlagen spielten im Verlauf der Veranstaltung eine wesentliche Rolle. Den Zuspruch des Publikums eroberte sich das Ensemble nach der Pause gleichermaßen. Die Klarinettistin bot im rhythmischen "Gnossienna" perfekte Atemtechnik und einen gut gestützten, runden Ton, der ihr zudem als Begleiterin von Barbers austariert offeriertem "Die Jesu" zugutekam. Gleiches gilt für den einschmeichelnden "Prayer" und das mit Hintergrundmusik vom Tenor emotional gebrachte "Jerusalem". Mit Farbe und Ausdrucksreichtum erfüllten Tenor und Harfenistin zwischendurch das bezaubernde "I Believe", und dem Hit-Song "Stone bei Stone" fehlte es dank Martin Rohrichs Schlagkraft und Terry Barbers Stimmumfang nicht an Impulsen. Krönender Abschluss sollte das von Countertenor, Harfe und Klarinette zelebrierte Kabinettstück "Ave Maria" werden, doch da machten die Besucher durch anhaltenden Applaus einen Strich durch die Rechnung. Dadurch bekamen sie zum Schluss des Festes für Auge und Ohr Besonderes geboten: Als Tenor, Klarinettistin und Harfenistin "Dein ist mein ganzes Herz" zum Besten gaben, wirkte Fürst Alexander am Flügel mit.




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