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Rannenberg gewinnt Jubiläumswettkämpfe in Antendorf / Damengruppe ist seit zehn Jahren aktiv

Terrassenstrahler für frierende Frauen

Antendorf (la). Gleich zwei triftige Gründe zum Feiern hat die Ortsfeuerwehr Antendorf in diesem Jahr. Die Jugendgruppe besteht seit 35 Jahren und die Damengruppe seit zehn Jahren. Gefeiert wurde mit Wettkämpfen.

Die Damengruppe der Ortsfeuerwehr Antendorf ist seit zehn Jahren

Am Freitag, dem Damentag, nahmen 23 Gruppen aus dem Auetal und dem Umland an den "Eimerfestspielen" teil. Zwar waren keine reinen Damengruppen vertreten, und auch die Antendorfer "Jubiläumsdamen" konnten keine eigene Gruppe auf die Beine stellen, weil die Frauen bei der Versorgung der zahlreichen Gäste gebraucht wurden, aber einige gemischte Gruppen gingen an den Start. Bevor Ortsbrandmeister Wolfgang Ulbrich am späten Abend die Sieger kürte, gratulierte er der Damengruppe zum "Geburtstag" und überreichte ein großes, gut verpacktes Geschenk. "Weil Frauen doch immer frieren", sagte Ulbrich und ließ die neugierigen Feuerwehrfrauen das Paket sofort auspacken. Ein Terrassenstrahler kam zum Vorschein. "Damitihr beim nächsten Adventsbasar nicht frieren müsst", sagte Ulbrich - die Frauen freute es. Sieger der "Eimerfestspiele" waren die männlichen Feuerwehrleute aus Rannenberg. Sie hatten 60,5 Sekunden gebraucht, um die Rohre zu verbinden, Schläuche auszurollen, Schlauchbrücken zu legen und nach dem Signal "Wasser marsch" die drei Ziele mit dem Wasserstrahl zu treffen. Platz zwei holten sich die Feuerwehrmänner aus Soldorf, die Gruppe aus Groß Hegesdorf kam auf Rang drei. Sie hatten den Sieg "verspielt", weil sie ihre Schlauchbrücken nicht akkurat in der Markierung abgelegt hatten. Die Antendorfer Damengruppe wurde vor zehn Jahren beim 25-jährigen Jubiläum der Jugendfeuerwehr aus einer Bierlaune heraus geboren. "Meine Frau hat sich immer beklagt, dass sie alle Anrufe für mich entgegen nehmen und allen immer Auskunft erteilen muss. Da habe ich ihr, mehr im Scherz, gesagt, dass sie auch der Feuerwehr beitreten kann", erinnert sich der stellvertretende Ortsbrandmeister Friedrich Steinmeyer. 18 Frauen nahmen schließlich den aktiven Dienst auf und wurden von ihrem "Trainer" Steinmeyer in zahllosen Dienststunden auf die Aufgaben der Feuerwehren vorbereitet. Bereits im Jahr 1998 wurden sechs Wettbewerbe absolviert. Ihren ersten realen Einsatz konnten einige der Frauen im Jahr 2000 erfolgreich beenden. Die Teilnahme an Wettbewerben hat in all' den Jahren immer wieder Bewunderung und spontanen Applaus hervorgerufen. Außerdem rief die Damengruppe den Adventsbasar ins Leben, der am 18. November zum dritten Mal organisiert wird. Bei den Anbauarbeiten am Gerätehaus versorgten die Frauen die "Bauarbeiter". Im Jahr 2006 wurde dann, als bisheriger Höhepunkt der Aktivität der Damengruppe, die verantwortliche Leitungder Logistikkomponente der Feuerwehrbereitschaft Süd übernommen. Hauptaufgabe ist hier die Sicherstellung der Versorgung der Einsatzkräfte bei Großschadenslagen. "Gerade in unserem kleinen Ortsteil mit nur 320 Einwohnern sind wir besonders stolz auf die Erfolgsgeschichte unserer Damengruppe", so Ulbrich.

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