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Tempo 30 vor Kita in Flegessen: Es gibt wieder Hoffnung

FLEGESSEN. Im Mai war die Hoffnung noch gering, dass am Ortseingang Tempo 30 eingerichtet werden könnte. Doch nach einem Ortstermin mit Landkreis und Polizei schöpft der Ortsrat in Flegessen wieder Hoffnung. Die gefährliche Situation am Ortseingang – Bushaltestelle, Kita, Grundschule, Kreisstraße – ist wieder im Fokus.

Hartmut Göbel baut zusammen mit Lasse (von links), Sophie, Lasse, Rebecca und Aaron die Holzfiguren auf.
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Bei dem Treffen seien verschiedene Varianten erörtert worden, erklärt Ortsbürgermeister Detlef Olejniczak, der zusammen mit Ortsratsmitglied Heiko Schmidt den Beamten die Situation verdeutlicht hatte. Eltern, Anwohner und Lokalpolitiker fordern seit Jahren auf Höhe der Bushaltestelle ein schärferes Tempolimit. Denn hinter der Haltestelle liegen Kita und Grundschule, zu Beginn und Ende der Betreuungszeiten überqueren zahlreiche Eltern, Schüler und Kinder die Kreisstraße, nur wenige Meter hinter dem Ortsschild. Eine Verkehrszählung im Vorjahr hatte ergeben, dass dort regelmäßig zu schnell gefahren wird (wir berichteten).

Nach einer Gesetzesnovelle ist es seit Jahresbeginn möglich, an Ortsdurchgangsstraßen ein schärferes Tempolimit durchzusetzen, ohne Nachweis, dass dort ein Unfallschwerpunkt oder besonders viel Verkehr ist. Dafür müssen Bildungseinrichtungen wie Schulen aber direkt an der Straße liegen, was in Flegessen nicht der Fall ist. Die Einrichtungen liegen am Lohfeldweg, der Querstraße hinter der Bushaltestelle..

Genau diese Kombination – Bushaltestelle, Kreisstraße, Schul- und Kita-Verkehr – könnte aber ausreichen, um ein Tempolimit durchzusetzen. Nach strenger Auslegung des Gesetzes sei dies möglich, hat Olejniczak aus dem Treffen mitgenommen. „Es kommt da zum Ende der Schule in der Mittagszeit immer wieder zu kniffeligen Situationen.“

Bis darüber entschieden wird, kann es aber noch dauern – nachdem jede Kommune dem Landkreis gemeldet hat, für welche Straßen das Tempolimit in Frage kommt, wollen die Behörden des Kreises in der zweiten Jahreshälfte entscheiden – bis Dezember könnte es also dauern. In der Zwischenzeit wurden zumindest die Hinweistafeln erneuert, die auf den Schulweg hinweisen.
In der Zwischenzeit ist man im Ort aber aktiv geworden: Die Schulkinder, Attrappen aus Holz an der Kreisstraße, wurden erneuert.

Die Figuren strahlen auf Höhe der Bushaltestelle wieder in kräftigen Farben. Die Holzkameraden waren im Zuge der Diskussion um die Geschwindigkeit an der Ortseinfahrt in Augenschein genommen worden. Sie sollen Autofahrer zum Bremsen animieren, waren zuletzt aber stark verblasst.

Der Elternverein der Grundschule übernahm die Materialkosten, eine Tischlerei im Ort hat sie zugeschnitten, Gerald Berner übernahm dann die farbliche Gestaltung. Zusammen mit Hartmut Göbel und Kindern aus der Kita wurden die restaurierten Figuren wieder aufgestellt.



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