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Tempo 30? In Bad Münder kein Thema!

BAD MÜNDER. Gleich mit zehn Ortsdurchfahrten will sich Springe an einem Tempo-30-Modellprojekt des Landes beteiligen: Dabei sollen über drei Jahre die Auswirkungen einer Geschwindigkeitsreduzierung getestet werden: Lärm, Luft, Verkehrsbelastung. Bad Münder wird sich nicht an dem Projekt beteiligen.

Die Umgehungsstraße als entlastendes Moment – eine Beteiligung am Tempo-30-Modellprojekt ist nicht vorgesehen. Foto: Lindermann
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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Der Bedarf sei nicht da, heißt es bei Stadt und Politik übereinstimmend. Er habe für das Modellprojekt „keine Ambitionen entwickelt“, sagt Bürgermeister Hartmut Büttner. So gebe es an vielen Stellen in den Ortsteilen schon Tempo-30-Zonen, weil dort auch Schulen oder Kitas lägen. Darüber hinaus sehe er keinen akuten Bedarf – und auch aus der Politik habe niemand einen solchen angemeldet. Zuletzt hatte es aus Böbber den Wunsch gegeben, die dortige Kreisstraße zumindest von Tempo 100 auf Tempo 70 herabzustufen. Für das Modellprojekt kommt diese Strecke aber nicht infrage – allein, weil es sich nicht um eine klassische Ortsdurchfahrt handelt.

CDU-Fraktionschef Ulrich Siegmund sieht Springe grundsätzlich in einer anderen Situation als Bad Münder: Während nebenan viele Kreis- und Landesstraßen direkt durch die Orte führten, seien rund um Bad Münder zahlreiche Dörfer von starkem Verkehr entlastet: „Etwa durch die Umgehungsstraße durchs Tal.“

„Die Dörfer sind weitgehend beruhigt“, glaubt auch Uwe Nötzel, Vorsitzender der Mehrheitsgruppe im Rat. In Springe sei die Straßenführung durch die Ortsteile eine ganz andere. Wie Siegmund sieht auch er in der B 442 als Umgehungsstraße einen großen Entlastungsfaktor zwischen Bad Münder und Lauenau. Die größtenteils parallele Süntelstrecke, etwa durch Beber oder Bakede, werde man daher „kaum auf Tempo 30 bekommen“, glaubt Nötzel.

Wenn sich doch Bedarf herauskristallisiere, müsse die Politik darüber sprechen: „Mir ist aber nichts bekannt.“ In Sachen Verkehr habe man in der Tat andere Baustellen im Stadtgebiet – etwa marode Straßen, aber auch die Verkehrsführung und Parksituation in der Innenstadt.

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