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Reaktionen auf Ausbildungsbörse bei Regionalschau gemischt / Eltern fragen für ihre Kinder

Teilweise an Zielgruppe vorbei präsentiert

Stadthagen (jcp). Auch wenn ein paar Kontakte geknüpft werden konnten: "Ein bisschen mehr hätte schon sein dürfen" lautete das Fazit vieler Azubis und Ausbilder, die bei der Ausbildungsbörse Jugendlichen gern Rede und Antwort stehen wollten. Bei einigen zeigten die Erwachsenen größeres Interesse als die eigentliche Zielgruppe.

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Am Freitagmorgen und -mittag wurde die Ausbildungsbörse von Jugendlichen quasi überrannt, die aber nur selten die Chance nutzten, mit den anwesenden Azubis ins Gespräch zu kommen. "Da waren Fünfer- oder Sechsergruppen Teenager", sagte Eberhard Klaubert vom Schaumburger Druckhaus. "Ich hatte den Eindruck, vor den Kumpels wollte sich keiner die Blöße geben, irgendwo interessiert stehenzublei ben." "Am Wochenende sind es weniger, aber die, die kommen, sind meist mit ihren Eltern da und fragen gezielt nach", schätzte Sebastian Kuhlmann die Lage ein. Er lernt den Beruf Industriemechanikers bei der Firma Bornemann und repräsentierte am Sonnabend mit seinen Kolleginnen Daniela Heine und Nicole Schikora seinen Ausbildungsbetrieb. "Unser Ex ponat scheint im Schnitt mehr Erwachsene als Jugendliche anzulocken", meinte Heineüber das Ausstellungsstück, an dem das Innenleben einer Bornemann-Pumpe veranschaulicht werden sollte. Erwachsene etwa wie Klaus Olbrisch. Der Petershäger blieb erst fasziniert vor dem Exponat stehen - und bediente sich dann ausgiebig bei den Prospekten für Bornemann-Ausbildungsberufe. "Es gibt viele Anfragen von Eltern und Verwandten, die sich für ihre Kinder, Enkel oder Neffen erkundigen", erzählte Adrian Frödrich, Auszubildender zum Industriekaufmann bei der Kölling-Gruppe in Bückeburg. "Vielleicht verlassen sich Jugendliche eher auf andere Quellen. Speziell das Internet fällt mir da ein." Auch die Rintelner Stüken-Auszubildenden Timm Jochens und Florian Kuhlmann hatten den Eindruck, mit ihrer Präsentation bei der Ausbildungsbörse teilweise an der Zielgruppe vorbei zu präsentieren. "Es bleiben viele Rentner stehen, die früher im metallverarbeitenden Bereich tätig waren und die sich jetzt mal auf den neuesten Stand bringen wollen", schätzte Jochens die Lage ein. "Aber wenn Jugendliche dabei sind, sind sie meist sehr engagiert und haben sich schon vorab gut informiert", fügte Kuhlmann hinzu. "Wir können eigentlich nicht klagen", meinte Monika Haroska, Bildungsberaterin bei den Dr.-Blindow-Schulen in Stadthagen. Und Katrin Drengmann, Schülerin im Bereich Tourismus- und Hotelmanagement, ergänzte: "Wir machen auch mit vielen Aktionen auf uns aufmerksam." Inklusive der Möglichkeit, sich von Schülerinnen der Physiotherapieschule massieren zu lassen.



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