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Anlieger pflastert ohne Erlaubnis auf Gemeindegelände Durchgang von seinem Haus zum Wasser

Teich erneut Dorfgespräch: Ärger um neuen Weg

Kreuzriehe (tes). Der Kreuzrieher Teich lockt Erholungssuchende und Badegäste. Auch Anwohner schätzen die direkte Wasserlage. Ein Bauherr ist mit seiner Vorstellung vom Wohnen am Wasser jetzt zu weit gegangen und spaltet die Meinungen im Dorf. Bereicherung für das Teichgelände oder Vorgehen nach Gutsherrenart? Tatsache ist: Peter Rolofs hat sich von seinem Grundstück aus einen Zugang zum Teich gebaut - in den mediterranen Farben seines Hauses und auf Gemeindegrund.

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Die Gemeinde als Eigentümer des Teichgeländes wurde vor vollendete Tatsachen gestellt. "All' dies ist nicht beantragt worden", kritisierte SPD-Ratsfrau Rita Loewa während der Ortsbegehung des Bau-, Wege- und Umweltausschusses. "Das stört mich, dass einfach gebaut wird ohne Genehmigung der Gemeinde." Ein Anwesen mit passendem Tor und direktem Weg zur Bootsanlegestelle, das wecke Begehrlichkeiten, die nicht zu befriedigen seien. Dem stimmte die Vorsitzende Ingrid Thomas zu. "Das gibt vielÄrger." Sie rechnet mit dem Unmut der Bürger und mahnte, die Grundstücksgrenzen einzuhalten. Dieser Grundsatz gelte auch, wenn Rolofs an dieser Stelle das Gelände gesäubert habe. Für Unverständnis sorgte zudem dessen Beschwerde über den Schatten, den die Bäume am Teichrand auf seinen Garten samt Pool werfen. "Das ist keine Parkanlage, etwas Wildwuchs ist geplant", erklärte Thomas. Rolofs bezeichnete sich selbst als "armer reuiger Sünder." Er habe es nur gut gemeint. "Wir wollten zur Verschönerung des Teichgeländes beitragen", erklärte dieser zudem, dass er sich bereits dafür entschuldigt habe, auf Gemeindeeigentum gebaut zu haben. Für ihn sei der im Stil seines Hauses gepflasterte Weg zum Wasser eine Maßnahme im Sinnevon "Unser Dorf soll schöner werden". Bürgermeister Horst Schlüter bedauerte: "Hier ist einiges schiefgelaufen." Das Thema sei eine "Gratwanderung". Einerseits begrüße er die Tatsache, einen Anlieger zu haben, der aufpasst und sich an der Pflege beteiligt. Sich einen eigenen Zugang zum Teich zu errichten, gehe jedoch zu weit. "Das sieht gut aus, aber man darf nicht einfach auf Gemeindeland bauen." Diese eigenmächtige Aktion sei mittlerweile Dorfgespräch. Jetzt müsse ein Kompromiss gefunden werden. Der Rat will sich in der nächsten Sitzung mit dem Thema beschäftigen. Das Tor zum Teichgelände sei bereits gebaut und gehörtzum Grundstück der Familie Rolofs. Denkbar wäre, den Weg wieder zu entfernen, sagte Schlüter. "Die Grenzen müssen gewahrt bleiben." Der Eindruck, dass es sich um einen Privatteich handelt, dürfe nicht entstehen. Das Argument Rolofs', alle könnten den Weg benutzen, überzeugte die Ausschussmitglieder allerdings nicht. "Alle dürfen auf dem Weg gehen, aber nur bis zur Mauer", befürchtet Loewa, dieses Vorgehen könne Neid auslösen. Es sei denn, Rolofs erklärt sein Anwesen zum Dorfgemeinschaftshaus.



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