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Tariferhöhung belastet den städtischen Personaletat

BAD MÜNDER. „Deckungslücke“ ist ein Begriff, der in der Verwaltung nur äußerst ungern verwendet wird – kann er doch bedeuten, dass für Ausgaben die Finanzierung nicht sichergestellt ist, was kein Verantwortlicher gerne hört. Eine solche Situation beschert der Tarifabschluss im Öffentlichen Dienst nun aber der Stadt.

Die Überarbeitung der Gehaltstabellen führte zu den Mehrkosten von 50 800 Euro. Foto: dpa
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Es geht um 50 800 Euro, die bislang nicht im Haushalt eingeplant sind.

Dass der Tarifabschluss in seiner Struktur und Höhe die Stadt vor Herausforderungen stellen würde, war bereits erwartet worden. Denn: Allein für dieses Jahr macht das ausgehandelte Tarifergebnis eine Erhöhung von 3,19 Prozent rückwirkend ab März aus. Hinzu kommen Einmalzahlungen. Gerechnet hatte die Verwaltung aber lediglich mit einem Plus von 2,5 Prozent, und die entsprechenden Mittel auch in den Haushalt eingestellt.

Dass die exakte Summe, die die Erhöhung für die mündersche Stadtverwaltung ausmacht, erst jetzt bekannt ist, liegt an der notwendigen Überarbeitung der kompletten Gehaltstabellen für die einzelnen Berufsgruppen – und davon gibt es in Bad Münder jede Menge. 15 Entgeltgruppen, die in bis zu sechs Abstufungen unterteilt sind – für jeden einzelnen Mitarbeiter musste separat gerechnet werden. Nicht eingeplante Mehrkosten in Höhe von 50 800 Euro stehen letztlich unterm Strich der Rechnung. Eine Zahl, die der von Kämmerer Marcus Westphal als erste Schätzung genannten sehr nah kommt.

Heiko Knigge, Fachdienstleiter Personal und Zentrale Dienste, wird nun mit dem Kämmereiamt Möglichkeiten entwickeln müssen, wie die überplanmäßige Ausgabe finanziert werden kann. Klar ist bereits, dass es keinen Spielraum im Personalkostenetat gibt. Spätestens nach der Sommerpause sollen Vorschläge unterbreitet werden.



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