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Tarifabschluss: Die Verwaltung rechnet noch

BAD MÜNDER. Rund zweieinhalb Wochen ist er alt, der Tarifabschluss für die Beschäftigten im Öffentlichen Dienst. Noch steht nicht fest, welche konkreten Auswirkungen der Abschluss für die städtischen Finanzen hat.

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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Das Problem, vor dem Heiko Knigge und seine Kollegen in der Stadtverwaltung stehen: Der Abschluss erfordert eine Überarbeitung der kompletten Gehaltstabellen für die einzelnen Berufsgruppen. Gewerkschaftsvertreter hatten nach dem Abschluss ein „durchschnittliches Gehaltsplus von rund 7,5 Prozent“ für zweieinhalb Jahre angekündigt, im Bundesinnenministerium wurde das Plus auf „mindestens 6,8 Prozent“ beziffert. Anders als bei vorausgegangenen Abschlüssen fällt die Berechnung der Mehrkosten für Bad Münder dieses Mal aber extrem schwer: „Wir müssen uns quasi jeden einzelnen Fall genau ansehen. Wir haben 15 Entgeltgruppen, einige sind noch in sechs Stufen unterteilt“, erklärt Knigge. Dass der Abschluss zudem Beschäftigte in den unteren und mittleren Gehaltsgruppen, den Gruppen 1 bis 6, einen größeren Sprung verschafft, weil sie eine Mindesterhöhung von zehn Prozent und eine Einmalzahlung von 250 Euro bekommen, macht die Berechnung nicht einfacher. Berufseinsteiger in Entgeltgruppe 1 profitieren zudem überproportional vom Tarifergebnis, ihr Gehalt wird um bis zu zwölf Prozent angehoben.

Aufgrund der Erfahrungen vergangener Jahre hatte die Stadtverwaltung nicht versucht, das Ergebnis zu erahnen und hatte für den Haushalt 2018 mit einem Plus von 2,5 Prozent kalkuliert. Einen sehr groben Orientierungswert für die Bedeutung der Erhöhung hatte Kämmerer Marcus Westphal kürzlich für die Finanzausschussmitglieder parat: „50 000 Euro plus x“ – wobei das „x“ eine durchaus nennenswerte Summe bedeuten könne.



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