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Tagesstätte auch gestern ohne Kinder

Samtgemeinde Nenndorf (fox). Der Kindergarten an der Hauptstraße wird von den Eltern weiterhin be-streikt. Auch am gestrigen Montag war die Tagesstätte verwaist. Nur die drei Erzieherinnen waren zugegen. Die Eltern wehren sich mit der Aktion gegen die Personalentscheidung der Samtgemeinde, eine neue Erzieherin in dem Kindergarten zu beschäftigen, ohne den Elternbeirat mit einzubeziehen (wir berichteten).

Als "sehr betrüblich" bezeichnete der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Kurt Junior den gesamten Vorgang. Er hofft, schnell eine Lösung zu finden. Auf den Weg bringen wollte er diese am gestrigen Montag bei einem Elternabend. Dazu trafen sich Eltern und Junior sowie die Kindergartenleitung in der Tagesstätte. Der Ausgang der Gespräche war gestern bis Redaktionsschluss nicht zu erfahren. "Heilfroh" zeigte sich jedenfalls Elternbeiratsvorsitzende Silke Schmedtlevin am Montag vor Beginn der Gespräche darüber, dass eine "unabhängige" Moderatorin - eine Mitarbeiterin des Landkreises aus dem Fachbereich Kindertagesstätten -zugegen war. Schmedtlevin erhofft sich die Einsicht bei der Samtgemeinde, dass der rasante Personalwechsel zu Lasten der Kinder gehe. Auch was die bereits berichteten pädagogischen Kompetenzen der neuen Erzieherin angeht, sei sie zuversichtlich, eine gütliche Regelung zu finden. Ob die Verhandlungen letzten Endes zum Erfolg führen und damit ein Ende des "Streiks" in Sicht ist, konnte Junior gestern noch nicht zu sagen. "Das mag ich nicht vorhersehen." Die Nenndorfer Rechtsanwältin Ulrike Böttcher hat zwei Meinungen zu den Entwicklungen im Kindergarten Helsinghausen. Einerseits sieht sie als Rechtswissenschaftlerin so gut wie keine juristischen Möglichkeiten für die Eltern, eine bestimmte Erzieherin für sich zu beanspruchen. "Es gibt kein einklagbares Recht dazu." Andererseits hält Böttcher es durchaus für legitim, als Elternteil gegen den unverhofft schnellen Abzug einer Erzieherin aus dem Kindergarten zu protestieren.



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