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Die Trasse des letzten Abschnitts der Stadthäger Nordost-Tangente muss sich langsam setzen

Täglich 3000 Tonnen Sand - Schicht für Schicht

Stadthagen (jl). Ganz allmählich nimmt seit ein paar Wochen die Trasse des letzten Stücks Nordost-Tangente zwischen Lauenhäger und Dülwaldstraße Gestalt an. Trotz des flotten Betriebes auf der Baustelle: Vor Oktober 2009 wird über den Lückenschluss in Stadthagens ehrgeizigstem Straßenprojekt keinen Verkehr fließen können.

Bis in den August hinein hatte die Großbaustelle nur aus der mächtigen Brücke über die Bahnlinie bestanden. An dieser wird nach Angaben von Bauamtsleiter Manfred Fellmann noch immer gearbeitet. Noch fehlt zur Seite der Probsthäger Straße hin der letzte Schliff in Sachen Betonguss. Weil an dem Brückenende noch gearbeitet wird, müssen die Mitarbeiter der Firma Ostbau sich darauf beschränken, zunächst nur die sogenannte Anrampung zur Lauenhäger/Industriestraße aufzuschichten. Dieser Arbeitsprozess läuft seit August. Täglich fahren die Lastwagen nach Angaben der Bauarbeiter rund 3000 Tonnen Sand auf die Baustelle, die Schicht für Schicht aufgetragen von den Maschinen verteilt werden. Dieses künstliche Gebilde, das im Endstadium aus rund 60 000 Kubikmetern Erde bestehen wird, muss laut Fellmann behutsam aufgeschüttet werden, damit sich die Erde setzt. Zu den genannten 60 000 Kubikmetern müssen nach Fellmanns Schilderung noch einmal 10 000 Kubikmeter Sand addiert werden, die zur Hinterfüllung der beiden Brückenköpfe benötigt werden. Das wird voraussichtlich im Dezember möglich sein. Vorausgesetzt die Witterung schlägt nicht auf Winter oder lang anhaltende Regenperioden um, werden die Männer von der Firma Ostbau von November an mit der Aufschüttung der Brückenrampe zur Probsthäger Straße beginnen. Der Bauamtsleiter hofft, dass bei diesen Arbeiten keine Winterpause nötig sein wird, zumal sich die Baufirma in seinen Augen bislang als Glücksgriff erwiesen hat. Um bei den Mengen Baumaterial zu bleiben, die auf der Baustelle in der ehemals freien Landschaft verteilt werden: Zu den 70 000 Kubikmetern Unterbau und Füllung kommen in der eigentlichen Straßenbauphase noch einmal 10 000 Kubikmeter für die (grobe) Frostschutzschicht, die Tragdeckenschicht und die Asphaltfeindecke. Das macht zusammen rund 5,7 Millionen Euro (inklusive Bahnbrücke) für den Lückenschluss. Davon werden vier Millionen vom Land bezahlt. Rechnet man die Industriestraße als vorletzten Tangentenabschnitt dazu, kommt man auf stolze 10,7 Millionen Euro. Fertig ist bereits ein Rückhaltebecken im Bereich der Lauenhäger Straße. Es fasst 900 Kubikmeter Wasser und ist dere Sammler für das gesamt Oberflächenwasser des neuen Tangentenabschnitts. Vom Becken wird das Wasser dosiert in die Hülse und nicht in Lauenhäger Keller fließen, wie Fellmann hervorhob.




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