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Szenen aus der Awo-Stadt

BAD MÜNDER. „Es ist nicht gut, alleine zu sein“, sagt Bürgermeister Hartmut Büttner – und kennzeichnet damit einen wichtigen Aspekt der Arbeit der Arbeiterwohlfahrt Bad Münder – „eine Erfolgsgeschichte sagt der Rathauschef über 70 Jahre Awo: Mehr als 90 Gäste waren zur Jubiläumsfeier gekommen.

Geburtstagsständchen: Auch der Liederkranz gratulierte der Arbeiterwohlfahrt zum 70-jährigen Bestehen. Foto: Huppert

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Christoph Huppert Reporter

Auch der ehemalige Leiter der Grundschule Bad Münder, Bernd Damaschke, seit acht Jahren im Ruhestand, war eigens aus der Patenstadt Bad Saarow angereist, um zusammen mit dem amtierenden Konrektor Matthias Brodtmann zu gratulieren. Von allen Seiten gab‘s großes Lob für die Awo-Aktivitäten des Teams um Hans-Jürgen Meyer. „Die Awo, das ist eine der ganz wichtigen Säulen der Stadt, das soziale Rückgrat von Bad Münder“, so die CDU-Landtagsabgeordnete Petra Joumaah.

In der Tat sind die Angebote der Awo in Bad Münder äußerst vielfältig, reichen von zusammen mit der Ländlichen Erwachsenenbildung (LEB) veranstalteten Yoga-Kursen über Rückengymnastik und Gedächtnistraining bis hin zu Spiel-, Sing- und Gesprächskreisen. Ungebrochener Beliebtheit erfreuen sich auch die mehrmals im Jahr organisierten Busreisen.

„Bad Münder, das ist Awo-Town“, bestätigte auch der Awo-Kreisvorsitzende Andreas Przykopanski. Von den drei Ortsvereinen im Landkreis mit derzeit knapp 800 Mitgliedern sind allein in Bad Münder gut 700 aktiv. „Das ist ein Fünftel der Stadtbevölkerung“, freute sich Przykopanski. „Die Awo, das ist ein Muss auch für Jüngere“, sagte sich der frischgebackene SPD-Ortsverbandsvorsitzende Daniel Köhler – und so ließ sich der 23-Jährige vom Vorsitzenden Meyer als jüngstes Mitglied aufnehmen.

Ein Muss für Jüngere – das bestätigen auch die Verantwortlichen von der Grundschule: Die Awo hilft uns, die Kinder Dinge erleben zu lassen, die nicht mehr en vogue sind“, so Konrektor Matthias Brodtmann. Niedersachsen und das nähere Umfeld zu entdecken etwa – bei Fahrten ins Bückeburger Hubschrauber- oder ins Landwirtschaftmuseum nach Börry. „Das machen Eltern kaum noch“, so der Pädagoge.

Gegen die Vereinsamung im Alter aktiv etwas tun und generationsübergreifend mit den Jüngeren zusammenleben – das seien „die Schwerpunkte der Awo-Arbeit bei uns in Bad Münder“, erklärt Przykopanski. „Begegnung und Bewegung als Prinzip“, bestätigt auch der viel gelobte und mit einem großen Strauß gelber Rosen bedachte Meyer.

Nachdem der Liederkranz ein kleines Konzert für die Jubiläumsgäste veranstaltet hatte, widmete sich der seit 37 Jahren an der Vereinsspitze stehende Meyer dann ausführlich den vielen unterhaltsamen Erinnerungen und Episoden, die sich in 70 Jahren Awo angesammelt haben.

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