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Ex-Reamonn-Frontmann im Capitol / Stefanie Heinzmann als „special guest“

„Superman“ Rea Garvey auch als Solokünstler auf der Überholspur

Ohne Zweifel – Reamonn war Rea Garvey, Rea Garvey war Reamonn. Kein Blick zurück im Zorn – der gebürtige Ire wollte nach 12 Jahren Band-Klucken einfach mehr Selbstständigkeit, sich allein musikalisch weiterentwickeln – was ihm bis dato auch glänzend gelang. Reunion ausgeschlossen? – scheinbar ja, wäre da nicht noch das Gerücht, dass Reamonn ihrem damaligen Label noch ein Album schuldet.

„I said hey - I’m never wanna get enough – I’m never gonna get enough – enough of you I love“ – Textzeilen seiner aktuellen Single „Wild Love“, mit der Rea Garvey sein schweißtreibendes Konzert eröffnet. Der Song stieg von 0 auf 18 in die deutschen Charts ein – „Superman“ Garvey befindet sich auch als Solokünstler auf der Überholspur, knüpft nahtlos an die Reamonn-Erfolge an.

Als sympathischer Coach der TV-Castingshow „The Voice of Germany“, hat sich der Echo-Gewinner eine geradezu perfekte Ausgangsposition für seine Tour geschaffen – sicher auch ein Indiz dafür, dass sein Konzert im Capitol restlos ausverkauft ist.

Der 39-Jährige wirkt auf der Bühne ehrlich und authentisch, nichts wirkt aufgesetzt oder gespielt – Eigenschaften, die man Garvey abnimmt und ihn auf eine gewisse Art massenkompatibel machen.

Im wahrsten Sinne des Wortes färbt Garvey mit „Colour Me In“ sein Publikum auf sich ein - die Mission, seine Fans gleich zu Beginn der Show in eine Art Glückseligkeit zu versetzen, ist aufgegangen.

Von Minute zu Minute entledigen sich die Konzertbesucher ihrer lästigen Winterkleidung – die Höchtemperatur bei einem Garvey-Konzert ist bereits nach 15 Minuten erreicht – so geht Entertainment heute.

Es sind „Moments Like This“ – sorry, das war ja ein Hit von Reamonn – die den charismatischen Sänger zu einem der innovativsten Köpfe in Deutschland machten. Garvey ist musikalischer Vielarbeiter, seine Arbeit als Produzent und Songwriter für andere Künstler ist ebenso erfolgreich, wie seine eigene. So arbeitete er unter anderem mit Nelly Furtado (All Good Things), Paul van Dyk (Let Go) und In Extremo (Liam) zusammen – außerdem findet man den Song „Anna & Ludo/Hold Me Now“ von ihm auf dem 2007 erschienenen Soundtrack von Til Schweigers Film „Kleinohrhasen“ wieder. Von wegen „I Can’t Stand The Silence“ – Rea Garvey ist erklärter Workoholic, überrascht uns immer wieder mit neuen Aktivitäten.

Apropos Überraschung: Für zwei Songs holte der Ire die Schweizer Soulröhre Stefanie Heinzmann auf die Bühne – schade, fotografieren verboten.

„Heart Of An Enemy“, „Hole In My Heart“ und zum Schluss „End Of The Show“ – wie passend. Nach 90 Minuten macht man sich wieder winterfest – bei sieben Grad Minus Außentemperatur ist es dann doch schnell vorbei mit der Rea Garvey-Konzert-Glückseligkeit.




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