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In neue Erde umtopfen und im Winter nicht vergessen...

Sukkulenten-Pflege im Herbst

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Autor:

Jens F. Meyer

Nichts geht hier von heute auf morgen, alles braucht ein wenig mehr Zeit. Aber dann: große Schönheit, explosiv sogar und exklusiv sowieso. Und um in diesem Kontext zwischen Börse und Blume den Kreis zu schließen, bemühe man sich doch auch hier um ein antizyklisches Verhalten. Denn vor der Winterpause gibt es für die nicht winterharten Pflanzen des Topfgartens eigentlich niemals neue Erde, weil sie sich jetzt gewissermaßen schlafen legen. Wozu sie zum Wachstum anregen, wenn’s doch an Licht mangelt?

Aber das Wörtchen „eigentlich“ beinhaltet eben eine relative Betrachtungsweise, und die ist grundsätzlich anzuraten, gerade im Hinblick auf die Gesundung von in Not geratenen Pflanzen. Nicht alle, die während des Sommers draußen standen, haben diese Zeit nämlich unbeschadet überstanden. Mitunter ist die Erde ausgetrocknet, sind die Nährstoffe darin nicht mehr vorhanden, ausgewaschen vom fallenden Regen. Zwar benötigen Kakteen und Sukkulenten wenig davon, aber wenig bedeutet nicht nichts. Und wenn sie jetzt auch wieder umziehen von der Terrasse auf die Fensterbänke der Innenräume, sei ihnen dennoch ein wenig Wohlergehen auch im trüben Licht von Herbst und Winter gegönnt.

Denn die Sommerzeit hat Spuren hinterlassen. Vertrocknete Stellen zum Beispiel oder Wurzelwerk, das aus dem zu engen Topf nach außen strebte. Auch Wolllausbefall und Pilzkrankheiten müssen ausschlaggebend dafür sein, die betroffenen Pflanzen nicht ihrem Schicksal zu überlassen, sondern sie jetzt achtsam umzutopfen, ihnen neue Erde zu geben, Verwelktes zu entfernen und Wurzeltriebe abzuschneiden. Und: „Kinderl“ entnehmen. Gesunde Sukkulenten haben Tochterrosetten gebildet – neue Pflanzen für den Kleinstgarten.

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Wichtig: keine Düngung! Im Fachhandel gekaufte Spezialerde ist mit einer Startdüngung versetzt, die mindestens acht Wochen halten wird. Solche Erden sind mit Quarzsand vermengt, also durchlässig, denn viel Wasser benötigen sukkulente Pflanzen nicht und Staunässe schon mal gar nicht. Beim Umtopfen ist außerdem darauf zu achten, dass die Gefäße groß genug sind. Tipp: Ein größeres Gefäß schafft Spielraum für Gestaltung mit Dekorkies, Muscheln, Steinen und Sand.

Das Umsetzen von Sukkulenten ist nicht schwer, sollte aber mit Fingerspitzengefühl vorgenommen werden, weil die Pflanzenteile brüchig sind. Bei Kakteen mit spitzen Stacheln verwendet man einen Spezial-Handschuh, den es im Fachhandel gibt.



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