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Eugen-Reintjes-Schule ausgezeichnet als humanitäre Schule

Suchtmobil klärt auf

HAMELN. Im Rahmen ihrer Teilnahme am Planspiel h.e.l.p. haben Schüler der Fachoberschule Gestaltung Klasse 12.1 im Religions- und Werte- und Normenunterricht einen internationalen Jugendtreff an der Schule eingerichtet.

Dieses Planspiel ist der Einstieg in das Thema „Humanitäre Schule“. Die Kampagne „Humanitäre Schule“ wurde 2004 vom Jugendrotkreuz des DRK-Landesverbandes Niedersachsen initiiert.

Im Rahmen dieser Kampa-gnen organisieren die Teilnehmer ein humanitäres Projekt und werden ehrenamtlich aktiv. Die Schüler der Religions- und Werte- und Normenklassen planten die Umgestaltung des ehemaligen Internet-Treffs der Schule zu einen internationalen Jugendtreff, um geflüchtete Jugendliche durch verschiedene Schulangebote besser zu integrieren. Um den Bedürfnissen und Interessen dieser Jugendlichen gerecht zu werden, sprachen die Lernenden auch mit Schülern der Sprachlernklasse der Schule. Durch diese Kooperation wurde schnell deutlich, wie wichtig Kommunikation und Zusammenarbeit sind. Wenn der Raum fertiggestellt ist, soll er als Kommunikations- und Informationsraum dienen, wo sich alle Jugendlichen über Freizeitaktivitäten in der Umgebung und mögliche Hilfsangebote informieren können. Darüber hinaus sollen eine Hausaufgabenhilfe sowie Deutsch- und PC-Kurse angeboten werden. Die Jugendlichen können den künftigen Raum aber auch einfach dazu nutzen, zusammen zu sein und Gespräche zu führen. Denn das ist das eigentliche Ziel dieses Projektes: Das Zusammentreffen und Zusammensein aller Schüler an der ERS.

Für ihren besonderen Einsatz für Humanität in der Gesellschaft erhielt die Eugen-Reintjes-Schule die Auszeichnung „Humanitäre Schule“.

Schon zum zweiten Mal besuchte Wolfgang Kiehl mit seinem fahrbaren Suchtmobil die Eugen-Reintjes-Schule und klärte die Schüler über Drogen auf. Der ehemalige Leistungssportler und Rugby-Bundesligaspieler fing selbst mit 14 Jahren an zu rauchen. Es folgten Alkoholmissbrauch mit 15 und kurz darauf der Konsum von harten Drogen. Acht Jahre lang nahm er Heroin. Sein Leben bestand aus Drogen, Schlafen, Stehlen, Knast. Erst indem er den kalten Entzug schaffte und eine Langzeittherapie erfolgreich beendete, änderte sich sein Leben. Mit seinem mobilen Suchtmobil, in Zusammenarbeit mit der Techniker-Krankenkasse, leistet er Aufklärungsarbeit und Suchtprävention für Kinder und Jugendliche.

Wolfgang Kiehl sprach die Schüler/innen direkt an, beschrieb schonungslos die Wirkung der Drogen auf Körper und Psyche während der Rauschphase, aber auch beim Entzug. Die Jugendlichen der ERS hörten bewegt und teilweise schockiert zu, als der Ex-Junkie berichtete, wie leicht es war, von Zigaretten über Alkohol in den Drogenkonsum abzurutschen und während der ständigen Entzugsphasen durch die Hölle zu gehen. Mit klaren Worten erklärte Kiehl ihnen, wie er die Grenze zur Kriminalität überschritt, um seinen täglichen Drogenkonsum zu finanzieren.

Am Ende riet er den Jugendlichen „Sag Nein zu den anderen, sag Ja zu dir selbst!“ und gab ihnen die Möglichkeit, Fragen zu stellen.PR



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