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In Bad Münder, Bakede und Nienstedt müssen die Helfer Straßen von Bäumen und Ästen befreien

Sturmtief „Ulli“ fordert drei Feuerwehren

Bad Münder (jhr). Drei Alarmierungen in nur einer Minute – für die Feuerwehren Bad Münder, Nienstedt und Bakede war am Dienstag um 22.38 Uhr die abendliche Ruhe vorbei. Sturmtief „Ulli“ brachte viel Wind mit und ließ fast zeitgleich in drei Ortsteilen Bäume und große Äste auf Fahrbahnen stürzen.

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In Bad Münder war die Bundesstraße 442 betroffen. Auf Höhe des Jahn-Stadions hatte der Sturm dicke Äste von Bäumen abbrechen lassen, die auf der Fahrbahn gefährliche Hindernisse bildeten. Die Feuerwehr – die Besatzung von drei Fahrzeugen war im Einsatz – beseitigte die Gefahr. „Ein Baum in Fahrbahnnähe stand bereits so schief, dass er bei nächster Gelegenheit ebenfalls auf die Fahrbahn gestürzt wäre. Die Kameraden haben ihn gefällt, die Gefahr beseitigt“, erklärt Feuerwehrsprecher Marko Klose. In Bakede rückte die Feuerwehr mit zwei Fahrzeugen an, um die Heerstraße wieder für den Verkehr freizumachen. Eine große Fichte am Rand des Friedhofsgeländes war umgestürzt und blockierte die Ortsdurchfahrt. Auch in Nienstedt waren die Helfer der Feuerwehr mit ihren Kettensägen gefordert, um die Lauenauer Straße wieder für den Verkehr freizumachen.

Kaum nennenswerte Schäden richtete das Sturmtief in den münderschen Wäldern an. Forstoberamtsrat Siegfried Gonschorek registrierte für den Bereich der Reihebürgerschafts-Forst lediglich Schäden an ohnehin maroden Bäumen. „Alles, was bei Kyrill stehen geblieben ist, wurzelt so fest, dass es bei diesem Sturm nicht umfällt“, sagt er. Orkan Kyrill war im Januar vor fünf Jahren mit brachialer Gewalt auf die Hänge an Deister und Süntel getroffen, ließ in einigen Bereichen nicht einen einzigen Baum stehen. 23500 Festmeter Windbruch verzeichnete Gonschorek damals, 22000 sein Kollege Horst Ebeling, zuständig für die Reviere der Forstgenossen am Süntel. In einigen Bereichen das zweieinhalbfache des Jahreseinschlags, in anderen sogar das sieben- bis achtfache. „Für die Märkte wäre ein erneuter Sturmschaden in dieser Größe alles andere als gut. So etwas können wir wirklich nicht gebrauchen“, sagt Gonschorek.

Er ist zuversichtlich, dass auch das für heute angekündigte Sturmtief „Andrea“ ebenfalls keine großen Schäden anrichten wird. Die Meteomedia-Unwetterzentrale gab gestern eine Warnung der Stufe Rot heraus. Sie gilt bis morgen um 8 Uhr. Vorhergesagt werden Böen mit Windgeschwindigkeiten von 90 bis 110 Stundenkilometer aus Südwest und Nordwest sowie heftige Regenschauer und Gewitter.

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