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Sturm Friederike: S-Bahn gestört

Auch einen Tag nach dem Sturm"Friederike"gibt es Behinderungen. Welche das sind, lesen Sie hier.

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Auch einen Tag nach dem Sturm haben Ehrenamtliche, Unternehmen und Polizei eine Menge zu tun.

Die Linie S5 ist noch bis Sonnabend zwischen Hameln und Paderborn gesperrt, hier fahren Notbusse. In Richtung Hannover endet die S5 in Weetzen, bis nach Empelde soll inzwischen ein Notbusverkehr fahren. Dort muss man dann in die Stadtbahnlinie 9 in Richtung Hannover Hbf umsteigen. Der Sprinter S 51 fällt komplett aus.

Seit gestern war die Kreisstraße 213, die am Wisentgehege entlang führt, gesperrt. Mittlerweile sind die Aufräumarbeiten abgeschlossen. Weil Bäume drohten auf die Fahrbahn zu fallen, hatte die Feuerwehr Springe die Strecke gestern Nachmittag aus Sicherheitsgründen dicht gemacht. In Bad Münder sind mittlerweile alle Straßen wieder frei gegeben. Die Feuerwehren Bad Münder und Hachmühlen hatten gegen 17 Uhr umgestürzte Bäume von der Bundesstraße 442 auf Höhe der Kreuzung Bahnhofstraße entfernt. Die Sperrung hatte zu langen Staus in Richtung Friedhofskreuzung und Hachmühlen  geführt. Auch die B 217 war am Abend zwischen Springe und Altenhagen I gesperrt. An der Deisterallee ist ein Baum auf ein Auto gestürzt, in dem zwei Personen saßen - beide kamen weitgehend mit dem Schrecken davon. In Hamelspringe an der Ortsdurchfahrt waren die Feuerwehren Hamelspringe und Bakede gerade ausgerückt: Dort sei ein Baum auf ein Haus gestürzt. Die Feuerwehr Bad Münder koordiniere die Einsätze im Stadtgebiet vom Einsatzleitwagen an der Langen Straße aus. Auf der B442 zwischen Messenkamp und Eimbeckhausen war ein Lastwagen umgekippt. 

Die Springer Feuerwehr war am Donnerstag seit 13.20 Uhr zu ersten Sturmeinsätzen in Eldagsen ausgerückt. Ingesamt zählten die Kameraden 50 Einsätze, acht Feuerwehren waren zwischenzeitlich unterwegs. Auf der Schützenstraße in Eldagsen blockierte ein umgestürzter Baum den Bürgersteig. An der Obergutstraße war ein Baum auf ein Wohnhaus gefallen. Unter anderem war die Straße "Osttangente" von einem Ast komplett blockiert. In Alvesrode wehte der Sturm ein Weidezelt auf ein Hausdach. In Wülfinghausen drohte nach ersten Meldungen die Reithalle des Reitervereins "Eldagsen und Umgegend" einzustürzen - das bestätigte sich jedoch nicht. In allen Ortsteilen kam es zu Schäden durch umgestürzte Bäume und umherfliegende Bauteile. Ein Feuerwehrmann hat sich bei den Einsatzmaßnahmen leicht an der Hand verletzt. Eine Fußgängerin in Eldagsen ist gestürzt und wurde von der Feuerwehr erstversorgt. In Alferde sind mehrere Ziegel von der Kirche auf den Gehweg gestürzt. Verletzt wurde hier niemand. 

 
Die IGS Springe entließ die Schüler am Donnerstag schon nach der fünften Stunde, im OHG war nach der sechsten Stunde Schluss. Für die meisten Schüler machte das dort aber keinen Unterschied: Sie hätten dann ohnehin frei. Einige Grundschulen mit Ganztagsbetrieb und Kindergärten im Stadtgebiet informierten Eltern telefonisch über die Möglichkeit, ihre Kinder eher abzuholen.

Am Donnerstag wurden an der KGS die Schüler der fünften, sechsten und siebten Klassen sowie der Sprachlernklassen um 11.25 Uhr nach Hause geschickt, die der höheren Klassen nach der fünften Unterrichtsstunde um 12.30 Uhr. Die Schulleitung hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, weil die Warnstufe für Bad Münder noch einmal erhöht wurde – von Rot auf Violett. Am Vormittag und in der Mittagszeit muss demnach mit Orkanböen um 120 Stundenkilometer, teilweise sogar über 140 Stundenkilometer gerechnet werden. Gregor Ceylan, stellvertretender Schulleiter, begründet die Entscheidung mit den Erfahrungen, die die Schule erst in der jüngeren Vergangenheit gemacht hat: „Bei einer kurzfristigen Entscheidung der Öffis, den Busbetrieb einzustellen, kriegen wir die Schüler sonst nicht mehr nach Hause." An der Grundschule Bad Münder mehrten sich im Laufe des Vormittags Anrufe von Eltern, die ihre Kinder aus der Schule abholen wollten. Das wurde ermöglicht, im Grundsatz gilt aber an der Grundschule: Auch bei einer Anordnung auf Unterrichtsausfall durch den Landkreis werden die Schüler im verlässlichen Ganztagsangebot bis 16 Uhr von der Schule betreut. Nach der fünften Stunde durften auch alle Schüler der Grundschule Flegessen, deren Eltern informiert werden konnten, nach Hause gehen. Die Nachmittagsbetreuung bleibt jedoch bestehen. An der Grundschule Eimbeckhausen entschied Schulleiterin Diana Rosenthal, die Kinder in den Pausen nicht auf den Schulhof zu lassen. Einen Unterrichtsausfall hält sie nach Rücksprache mit den Öffis zum aktuellen Zeitpunkt nicht für notwendig, sie verfolgt aber weiterhin die Entwicklung. 

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  • Bürgermeister Christian Springfeld, Abschnittsleiter Eric Pahlke und sein Stellvertreter Benjamin Moss lassen sich in die Lage in Springe einweisen. Foto: Feuerwehr
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  • Fernmelder in der Einsatzzentrale der Feuerwehr in Springe. Foto: Feuerwehr
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