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Bis zum 25. Lebensjahr entstehen keine Kosten / Was Studenten beachten sollten

Studieren nur krankenversichert

Für viele junge Menschen, die ihre Schule abgeschlossen haben, beginnt in Kürze ein neuer Lebensabschnitt als Student. Wer einen Studienplatz in Aussicht hat, muss allerdings schon vor der Einschreibung einige wichtige Dinge erledigen. So muss er beispielsweise nachweisen, dass er krankenversichert ist, denn das Gesetz schreibt vor, dass eine Uni erst immatrikulieren darf, wenn dieser Nachweis vorliegt. Ausgestellt wird er von der zuständigen Krankenkasse, so Carsten Wahle, Bezirksgeschäftsstellenleiter der Barmer GEK in Bückeburg. Natürlich muss dann auch die Krankenkasse entsprechend informiert werden, dass ein künftiger Student immatrikuliert wurde, was im ersten Semester in der Regel durch die Rückmeldung der Uni geschieht, sonst muss der Student seiner Krankenkasse eine Immatrikulationsbescheinigung vorlegen. Auch jedes weitere Semester muss der Kasse durch eine Bescheinigung nachgewiesen werden.

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Hat der künftige Student das 25. Lebensjahr noch nicht erreicht und keine Einkünfte, so kann er kostenfrei über die Eltern familienversichert werden, was meist schon als Schüler vorher der Fall ist.

Ist der Student unter 25 Jahre alt, arbeitet aber nebenbei, darf er 450 Euro brutto nicht überschreiten, wenn er weiter kostenfrei familienversichert bleiben möchte. Übersteigt sein Verdienst diese Grenze, geht er in die Versicherung für Studenten über und muss den entsprechenden Beitrag zahlen (s.u.)

Mit dem Eintritt in das 25. Lebensjahr wird ein Student beitragspflichtig (KVdS = Krankenversicherung der Studenten). Der Krankenversicherungsbeitrag von 64,77 Euro ist vom Gesetzgeber festgelegt und gilt für alle Krankenkassen, dazu kommt bei einem Student über 25 Jahren ein Beitrag für die Pflegeversicherung von 13,73 Euro, unter 25 wäre es ein Beitrag von 12,24 Euro. Wer BAföG bezieht, kann dafür einen Zuschuss beantragen.

Ein Student über 25 Jahre kann zwar vom Geld her so viel verdienen, wie er möchte, darf aber eine Arbeitszeit von 20 Stunden pro Woche nicht überschreiten, es sei denn, er arbeitet nachts oder am Wochenende. Überschreitet er diese Zeitgrenze, wird er krankenversicherungspflichtig wie ein normaler Arbeitnehmer. „Bei einer höheren Stunden-Arbeitszeit geht man davon aus, dass das Studium nicht mehr die Hauptbeschäftigung des Studenten sein kann“, erläutert Carsten Wahle

Ist ein künftiger Student vorher über seine Eltern privat versicher gewesen, so kann er sich von der Versicherungspflicht befreien lassen, damit er weiter privat versichert bleiben kann. Diese Regelung gilt nur für die Dauer des Studiums.

Die günstige Krankenversicherung für Studenten endet entweder spätestens nach 14 Fachsemestern oder mit Erreichen des 30. Lebensjahres. Gibt es besondere gesundheitliche oder familiäre Gründe für das Überschreiten der Semesterzahl oder der Altersgrenze, hat die Krankenkasse im Einzelfall die Möglichkeit, Sonderregelungen zu genehmigen, die aber immer nur für ein Semester gelten.

Speziell für Studenten hat die Barmer GEK 60 Studentenberater. Unter www.barmer-gek.de und dem Suchwort „Studentenberater“ kann man den für seinen Bereich zuständigen Berater ermitteln, der übrigens sogar auf den Campus kommt, wenn es erforderlich ist.red

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