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Spar-Debatte: Gesellschaft soll mit 125 000 Euro weniger auskommen / Awo GSD übernehmen Studio

Struktur der GeTour wird umgekrempelt

Bad Münder (jhr). Eine Stadt als Mehrheitsgesellschafter eines Fitnessstudios – eine in Deutschland sicher ungewöhnliche Konstellation und auch in Bad Münder eine Verbindung, deren Ende absehbar ist: Das GeTourVital wird zum 1. Januar 2012 aus der GeTour herausgelöst.


Mit diesem Schritt wollen Stadt und Arbeiterwohlfahrt die GeTour zukunftssicher aufstellen – und reagieren auf die vom Rat beschlossenen Haushaltskonsolidierungen, die auch vor der GeTour nicht haltmachen sollen. Der jährliche Zuschuss in Höhe 406 000 Euro soll um 125 000 Euro verringert werden. „Uns war klar, dass das nicht ohne Leistungsreduzierung und gravierende Strukturänderungen umsetzbar ist“, stellte Bürgermeisterin Silvia Nieber jetzt das gemeinsam mit den Awo-Gesundheitsdiensten erarbeitete Modell vor. Die Stadt hält 52 Prozent der GeTour-Anteile, die Awo 48 Prozent. Die Bürgermeisterin ist gleichzeitig Aufsichtsratsvorsitzende.

Volker Behncke, Geschäftsführer der Awo-Gesundheitsdienste, betonte, dass auf Seiten er Awo-GSD Verständnis für die finanzielle Situation der Stadt bestehe und es deswegen Umstrukturierungen geben müsse. „Einig waren wir uns mit der Stadt Bad Münder aber auch, dass betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgesprochen werden sollen und dass die geplanten Änderungen nach Ablauf der jetzigen Vertragszeit, also zum 1. Januar 2012, umgesetzt werden sollen“, so Behncke.

Der Plan der beiden Gesellschafter sieht vor, dass das GeTourVital nicht als Betrieb der GeTour weitergeführt wird, sondern unter das Dach einer neu von den Awo Gesundheitsdiensten zu gründenden Gesellschaft für Prävention und Rehabilitation rutscht. Behncke sieht eine „wichtige Weichenstellung für die Zukunft“, weil dem Bereich Prävention, Rehabilitation und betriebliches Gesundheitsmanagement eine immer größere Bedeutung zukomme. Geschäftsführer der neuen Gesellschaft soll Thomas Heiming werden. Heiming ist bislang bereits Geschäftsführer der GeTour sowie des GeTourVital. Bei der GeTour soll er auch über Januar 2012 hinaus tätig bleiben, allerdings in „deutlich verringertem Umfang“.

Veränderungen werden sich auch für die GeTour selbst ergeben: Die Öffnungszeiten der Tourist-Information im Kurmittelhaus sollen deutlich reduziert werden – statt täglich von 9 bis 17 Uhr nur noch von 10 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr. Angekündigt werden auch Einsparungen in den Bereichen Qualitätsmanagement, Stadtmarketing und touristische Publikationen.



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