weather-image
40 Jahre St. Petrus Canisius: Katholische Gemeinde feiert Hochmesse und Gartenfest

Strom an Flüchtlingen führte zum Neubau

Hohnhorst (oke). Vor 40 Jahren, am 8. Juli 1967, wurde die Sankt Petrus Canisius-Kirche in Hohnhorst geweiht. Am Sonntag feierte die katholische Pfarrgemeinde anlässlich dieses Jubiläums eine Hochmesse mit anschließendem Gartenfest. Den Gottesdienst leitete Domkapitular Heinz-Günter Bongartz aus Hildesheim auf Einladung der Pfarrgemeinde.

Stolz auf die Kirchenarbeit: Domkapitular Heinz-Günter Bongartz

Heinz-Günter Bongartz, der seit einem Jahr als Leiter des Personalamtes des Bistums fungiert, zog in seiner Predigt Bilanz und benannte noch einmal die Ziele der katholischen Kirchenarbeit. "Es ist nicht einfach in unserer Zeit, Kirche zu sein", stellte er fest, fügte jedoch auch hinzu, dass sich an demchristlichen Auftrag, die Liebe Gottes in die Herzen der Menschen zu tragen, nichts geändert habe. Einzig die Wege hierzu seine im Wandel. Die Gemeinde dürfe nun nicht rückwärts gewandt sein, sondern müsse sich auf Neues einlassen. Verdeutlicht hatte Bongartz seinen Aufruf mit einer Zusammenfassung von Victor Hugos "Les Miserables". "Kirche soll ein Zeichen sein, dass es Menschen gibt, die daran glauben, dass es durch Gott das Gute im Menschen gibt", so sein Fazit. Genau das zeige sich auch im Bau der Canisius-Kirche, denn vor 40 Jahren hätten die Bewohner Hohnhorsts eben diesen Auftrag erkannt. Die Kirche war am 8. Juli 1967 vom damaligen Bischof Heinrich Maria Janssen geweiht worden und steht seitdem unter dem Patronat des Heiligen Petrus Canisius. Nötig geworden war der Bau durch die rapid steigende Zahl von Katholiken, die nach dem Zweiten Weltkrieg, teils als Flüchtlinge, teils als Ausgebombte aus den damaligen deutschen Gebieten des heutigen Polens nach Hohnhorst und Umgebung gelangt waren. Für die Kirche stellte der plötzliche Umschwung in der religiösen Verteilung der Bevölkerung eine Aufgabe dar, der sie mit der bis dahin vorhandenen Organisationsstruktur nicht gewachsen war. Folglich wurden Gemeindegebiete umverteilt und weitere Seelsorger in die Region entsendet. Um schließlich nicht mehr auf die Nutzung der evangelischen Kirchenräume für die Messen angewiesen zu sein, beginnt, nachdem die Nachbargemeinden bereits mit neuen Kirchen versorgt waren, im Spätsommer 1966 der Neubau der Canisius-Kirche in Hohnhorst. Seit dem hat jedoch die Zahl der Katholiken in der Pfarrei kontinuierlich abgenommen. Vor 40 Jahren, so Bongartz, war die Zahl der Kirchgänger dreimal so hoch wie heute. Wie Pfarrer Stefan Bringer betonte, sei die Aufnahme der katholischen Gemeinde in das Vereins- und Dorfleben dennoch hervorragend gelungen. "Ich freue mich wirklich, wie eingebunden die katholische Kirche in die Dorfgemeinschaft ist." Den Abschluss des Gottesdienstes bildete das traditionelle "te deum". Musikalisch umrahmt wurde der Gottesdienst vom Eisenbahner-Chor Haste, dessen Mitglieder anlässlich der Messe ihre Sommerpause unterbrachen. Die anschließende Matinee im Pfarrgarten besuchten zahlreiche Kirchgänger. Bei Eintopf und Gegrilltem ließen sie es sich gut gehen und wurden vom Posaunenchor unterhalten. Während die Erwachsenen bei Bowle und Cocktails das sonnige Wetter genießen konnten, freuten sich die Kinder über die Hüpfburg und den Kindertanzkreis.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt