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Streit um einen Trampelpfad, Piratentour auf der Weser und Hochzeitsglocken in Möllenbeck

Auf dem Ferienanfangs-Flohmarkt der Rintelner Stadtjugendpflege herrschte wieder reges Treiben und um sich einen Platz in der Sonne, oder besser noch: im Schatten von Sankt Nikolai, zu sichern, bauten manche Mütter und Väter die Stände für ihren Nachwuchs schon lange vor der Eröffnung auf, wie Veranstalter Peter Luden auch im Stress der letzen Anmeldungen für das Ferienprogramm mitbekam. Ein Angebot stach unter den vielen Plüschtieren, Comics und Spielen besonders hervor: Am Stand von Susanne Bareke aus Rinteln warb diese nicht nur auf einem Plakat für ihre "mobile Fußpflege", sondern machte sich auch an Ort und Stelle daran, der verdickten Hornhaut ihrer Kundschaft auf den Leib zu rücken. Und falls Sie der Spruch "Füße tragen uns durchs Leben / Beachtung sollten wir ihnen schon geben" zwar angesprochen hat, aber doch der Mut zuröffentlichen Teilnahme fehlte: Näheres unter (05751) 9932 66.

Standesamtlich geheiratet haben Daniel Jakschik von der Rintelne

* Am morgigen Sonntag ist es endlich wieder so weit: Pastor Josef Kalkusch öffnet wieder seinen Biergarten am Pfarrhaus von Sachsenhagen für die Sommersaison. Nach den guten Erfahrungen im Vorjahr hat der 58-Jährige mit seinen Mitarbeitern den Biergarten wieder mit einer "Wiedereintrittsstelle" für ausgetretene Kirchenmitglieder verbunden und damit bereits in der vergangenen Saison neun Mal Erfolg gehabt: "Wir laden Menschen ein, sich wieder in die kirchliche Gemeinschaft einzufädeln." * Um wenige Quadratmeter Fläche wogt seit Wochen schon ein Streit zwischen dem Landwirt Franz-Wilhelm Riechers aus Lyren und einigen Einwohnern des nordostschaumburgischen Soldorf. Behaupten diese doch, Riechers habe die Fläche zum Salzbach unrechtmäßig mit Mais bepflanzt, wodurch der Trampelpfad zwischen den Orten nicht mehr nutzbar sei. Riechers, der diesen Vorwurf als Gemeindratsmitglied von Apelern für die Wählergemeinschaft nicht auf sich sitzen lassen möchte, verlangte eine Neuvermessung, da die Grenzsteine nicht mehr auffindbar seien. Eine Maßnahme, die als überzogen gelten dürfte, werden die Kosten dafür doch auf rund 2000 Euro veranschlagt. Jörg Döpke von der Samtgemeindeverwaltung: "Nach den Flurkarten hat der gemeindeeigene Weg eine Breite von 1,40 Meter - und dieser Weg muss es mit Unterstützung von Herrn Riechers wieder werden." Der Stoff, aus dem man für die Heimatbühne einen tollen Schwank machen könnte... * Zur Verabschiedung der Schlauchbootfahrer kommt beim morgigen Gottesdienst um 10 Uhr in der Rintelner Jakobikirche auch der frühere Pastor Martin Hausmann vorbei: Als Ehrenkommandant der "Weserpiraten" wird er die Tour sogar auf den beiden ersten Etappen begleiten. * Daniel Jakschik von der Rintelner Stadtverwaltung traut sich heute mit seiner Ines Brandt in der Klosterkirche Möllenbeck vor den Traualtar - und wählte diesen Ort sicher auch deswegen, weil er als Mitorganisator der städtischen Märkte und Großveranstaltungen auf das Engste verknüpft ist mit dem so erfolgreichen Irish-Folk-Festival. Zur standesamtlichen Trauung am Dienstag im Rintelner Bürgerhaus waren zum Spalier auch Kinder der Grundschule Eisbergen erschienen, bei denen die Braut als Referendarin gewirkt hatte. Anschließend wurde das Paar noch in der Rikscha von Jakschiks Feuerwehrkamerad Andreas Schlicht aus Möllenbeck durch die Stadt chauffiert. * Am morgigen Sonntag ab 10. 45 Uhr kann man den Soziologen Prof. Dr. Manfred Lauermann beim "Politischen Frühschoppen" der Sommeruni Rinteln im "Altstadtkeller" an der Klosterstraße als Gastgeber erleben - in seiner Heimat aber ist er derzeit selbst Gegenstand soziologisch-zeitgeschichtlicher Untersuchungen. Die junge Historikerin Anna Christina Berlitt legte jetzt unter dem Titel "Notstandskampagne und Rote-Punkt-Aktion" ein Buch vor, in dem sie das bewegte Hannover der sechziger Jahre Revue passieren lässt - und dabei steht Lauermann immer wieder im Mittelpunkt des Geschehens, gehörte er doch zu den Wortführern der Studentenschaft, lebte in einer Kommune und enttarnte einen Spitzel des Landesverfassungsamtes, nachdem ihm aufgefallen war, "dass dieser sich immer so teure Socken kaufte. Das konnte sich ein Student damals nicht leisten!" Ein Wochenende mit viel Sonnenschein ist uns zugesagt - und wir alle entscheiden, was daraus werden soll. Ein gutes Händchen wünscht sich und Ihnen Ulrich Reineking



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