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Streik: Boote um Schleuse herumgetragen

Rinteln/Hameln. Schiffskapitäne in Niedersachsen und Bremen haben gestern vor geschlossenen Schleusen gestanden: Ein Streik der Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung behinderte den Verkehr auf Kanälen und Flüssen. Davon betroffen war auch die Hamelner Schleuse.

Mehrere Ausflügler standen vor verschlossenen Türen und mussten ihre Boote selbst übersetzen. Darunter waren auch die 30 Teilnehmer der „Weserpiraten“-Fahrt der ev.-ref. Kirchengemeinde Rinteln, die ihre zwei Boote um die Schleuse herumtragen mussten. „Zweimal 1,5 Tonnen Gewicht, das war eine Plackerei und dauerte rund eineneinhalb Stunden“, sagte Pastor Heiko Buitkamp. Das Etappenziel Kleinenwieden wurde erst am Abend erreicht. Der Grill für das abendliche Zusammentreffen mit den Eltern wurde entsprechend später „angeworfen“. Ankunft in Rinteln am Stadtanleger ist heute gegen 15 Uhr.

Von der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt hieß es, die Schifffahrt auf dem gesamten westdeutschen Kanalnetz sei zum Erliegen gekommen. Aufgerufen zu dem Streik hatte die Gewerkschaft ver.di. Hintergrund ist der geplante Umbau der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes. Ver.di befürchtet, dass dabei bis zu 3000 der 12 000 Arbeitsplätze abgebaut werden. Bei der Kundgebung in Hannover forderten rund 500 Mitarbeiter Verhandlungen. Die Wasser- und Schifffahrtsverwaltung kümmert sich um den Verkehr auf Kanälen und Flüssen, die Bundeswasserstraßen sind.dil/dpa




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