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Der Wolf im Schafspelz? Weit gefehlt: Das Wisentgehege lädt zum dritten Wolfsabend ein

Streicheleinheiten für Meister Isegrims Image

von Jens Meyer
Es ist zum Heulen: Immer noch sehen viele Menschen im Wolf eine Bedrohung. Dabei handelt es sich um ganz und gar großartige Wildtiere. Das Springer Wisentgehege trägt mit vielen Aktionen und einem eigenen Rudel dazu bei, das Image der Wölfe deutlich zu verbessern. Am heutigen Samstag findet der dritte Wolfsabend statt. Auch zum Heulen – im besten Sinne!

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Es ist zum Heulen: Immer noch sehen viele Menschen im Wolf eine Bedrohung. Dabei handelt es sich um ganz und gar großartige Wildtiere. Das Springer Wisentgehege trägt mit vielen Aktionen und einem eigenen Rudel dazu bei, das Image der Wölfe deutlich zu verbessern. Am heutigen Samstag findet der dritte Wolfsabend statt. Auch zum Heulen – im besten Sinne!

von Jens Meyer
Springe. In Mythen, Sagen und Märchen spielte der Wolf schon immer eine große Bedeutung. Man bedenke, wie die armen Geißlein sich gefühlt haben müssen, als er sie fraß. Und erst das Rotkäppchen. „Großmutter, warum hast Du so große Augen…“ – „Damit ich dich besser sehen kann.“ Sehen ist im Hinblick auf den Wolf ein fürwahr gutes Stichwort, denn viele sehen in ihm eine Bedrohung, noch heute. Aber die Zahl solcher Angsthasen nimmt ab. Warum auch Angst haben? Mancher fiese Köter aus der Nachbarschaft scheint bissiger zu sein als Gevatter Wolf.

Große deutsche Boulevardzeitungen haben gewissermaßen schon wortreiche Hetzjagden veranstaltet, um dem Wolf sein böses, böses Image zu erhalten und Ängste zu schüren. Geschockte Schäfer klagten darüber, dass ihnen der Wolf ein Tier gerissen habe. Worte sind wie Waffen. Der Wolf wurde quasi zum Werwolf erklärt. Ach, wie schauderhaft.

Kein Karies, keine Paradontose: Dieser Wolf präsentiert ein astreines Gebiss und ist auch sonst wunderschön anzusehen.
  • Kein Karies, keine Paradontose: Dieser Wolf präsentiert ein astreines Gebiss und ist auch sonst wunderschön anzusehen.

Das Wisentgehege in Springe schlug einen anderen Weg ein. Es trug mit der Ansiedlung von Wolfsrudeln und verschiedenen Aktionen – wie andere, vergleichbare Einrichtungen in Deutschland auch – dazu bei, das Image des Wolfes aufzupolieren. Denn erstens ist der Wolf weit davon entfernt, ein reißendes Monster zu sein. Und zweitens sind alle Haushunde nichts weiter als die domestizierten Formen des Wolfes. Deshalb findet am heutigen Samstag nunmehr schon der dritte Wolfsabend statt. Hautnah werden den Besuchern ab 15.30 Uhr die Wölfe präsentiert. Mit Einbruch der Dämmerung – gegen 16.30 Uhr – werden die europäischen Wölfe gefüttert. Wolfsexperte Matthias Vogelsang animiert die Wölfe zum Heulen. Zu sehen sind die herrlichen Tiere am besten von der Bärenbrücke an der Wolfs- und Bärenanlage. Damit Kinder freie Sicht haben, wird der vordere Teil der Brücke für die jüngsten Besucher des Wisentgeheges reserviert. Nur wenige Schritte weiter beginnt gegen 17.30 Uhr der Fackelzug zur neuen Wolfsanlage. Gegen 18.30 Uhr berichten die Wolfsexperten Birgit und Matthias Vogelsang von ihren von Hand aufgezogenen Polar- und Timberwölfen. Die beiden Spezialisten möchten mich dem Vorurteil des „bösen Wolfes“ aufräumen.



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