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Straßensperrung sorgt für Ärger

BAD MÜNDER. Eine Straßensperrung sorgt selten für Begeisterung. Wenn die Dauer der Sperrung aber immer weiter verlängert wird, sorgt das für Ärger – wie aktuell im Südfeld zu beobachten ist.

Am Melkerweg wird gebaut – und das bereits seit Wochen. Die angekündigte Verlängerung der Straßensperrung sorgt für Unmut. Foto: Dittrich
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Jens Rathmann Redakteur zur Autorenseite

Die Sperrung des Melkerweges ist dort ein zentrales Gesprächsthema, auf das jetzt auch die Politik reagiert: ProBürger fordert die durchgehende Öffnung des Justus-von-Liebig-Weges, um einen schnelleren Zugang zur Bahnhofstraße und damit ein schnelleres Abfließen des Verkehrs zu ermöglichen.

„Zunächst hieß es, dass die Sperrung des Melkerweges bis zum 12. Oktober dauern würde. Dann wurde auf den 22. Oktober verlängert, aktuell wird der 26. November in Aussicht gestellt. Und ehe wir uns versehen, ist Weihnachten. Das ist ein nicht hinzunehmender Zustand“, sagt Fraktionschef Helmuth Mönkeberg. Er hat jetzt einen Antrag erneuert, den er bereits im Oktober gestellt hatte: Der Justus-von-Liebig-Weg, bislang durch Poller zwischen dem Wohngebiet und dem stärker gewerblich genutzten Bereich in der Durchfahrt gesperrt, soll für die Dauer der Arbeiten am Melkerweg für den Verkehr geöffnet werden.

Die Sperrung des Melkerweges verzögert sich, weil dort bei Arbeiten der Telekom am Glasfasernetz eine Wasserleitung beschädigt wurde. Ein Kabel sollte auf Höhe des Erlenweges unter der Fahrbahn hindurchgelegt werden, dabei wurde die Wasserleitung getroffen. In der Folge sorgte das Wasser nicht nur im Kreuzungsbereich Erlenweg und Melkerweg für Schäden, es beeinflusste auch die Erschließungsarbeiten der Volksbank-Tochter Vowo für das neue Baugebiet Nördliches Südfeld am Melkerweg, erläutert Fachdienstleiter Carsten Reiss von der Stadtverwaltung. Während die Reparaturarbeiten unmittelbar vor dem Abschluss stehen, hätten sich die Erschließungsarbeiten durch das Wasser verzögert.

Für Mönkeberg Grund genug, die Öffnung des Justus-von-Liebig-Weges erneut ins Gespräch zu bringen: „Das angrenzende BIK-Gelände wird im November kaum noch genutzt, als letzte große Veranstaltung des Jahres hat es dort das Drachenfest gegeben. Dadurch spricht meiner Meinung nach nichts mehr gegen die Öffnung der Straße für den Verkehr“, sagt Mönkeberg.

Als er das erste Mal mit seinem Vorschlag zur Entspannung der Verkehrssituation auf die Verwaltung zugegangen war, war sein Vorschlag abgelehnt worden – „mit dem Hinweis, das auch die Verkehrsbehörden Probleme bei der Befahrung des Justus-von Liebig-Weges sehen würden“, erklärt Mönkeberg. Angesichts der Verzögerungen müsse nun aber neu über den Vorschlag nachgedacht werden.

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