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Straßenschäden: Bad Münder kann ein bisschen mehr sanieren

BAD MÜNDER. Schlaglöcher gibt es im münderschen Straßennetz genug – manche kennt Carsten Reiss, Mitarbeiter des Bauamts, schon mit Namen. „Es gibt Ecken, wo wir jedes Jahr an derselben Stelle ausbessern müssen.“ Auch wenn längst nicht alle Löcher gestopft werden können, kann Reiss in diesem Jahr ein bisschen aufatmen.

Brüche, Risse, Löcher: Der zweite Teil der Straße am Saubach in Hamelspringe soll in diesem Jahr erneuert werden – wenn die Fördermittel bewilligt werden.
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Benedikt Dittrich Redakteur zur Autorenseite

Zum einen, weil der Winter den Straßendecken nicht so stark zugesetzt hat, wie befürchtet. „Wir sind gut davongekommen“, bilanziert Reiss. Wenige Frosttage, wenige Temperaturschwankungen und damit auch weniger Wasser, das taut, wieder gefriert und dann bereits bestehende Lücken weiter aufsprengt. „Wir hatten schon deutlich schlimmere Winter“, so Reiss. Der Bauhof sei bereits unterwegs, um die Straßen wieder mit heißem Material auszubessern, was nur bei höheren Temperaturen genutzt werden kann. „Im Winter flicken wir nur mit Kaltmaterial“, so Reiss, „das dient auch nur dazu, um die Verkehrssicherheit wieder herzustellen.“ Eine ordentliche, langfristige Ausbesserung der Straße sei das aber nicht.

Bei 220 Kilometern Straßennetz in Bad Münder und einer anvisierten Lebensdauer von rund 40 Jahren für die Asphaltdecken sei das aber laut Reiss ohnehin ein „Kampf gegen Windmühlen“. Für komplett perfekte Straßen müssten rein rechnerisch pro Jahr mehrere Kilometer erneuert werden. Das lässt der knappe Haushalt der Stadt nicht zu.

In diesem Jahr steht als einzige Investition in das Straßennetz der zweite Teil der Straße Am Saubach in Hamelspringe im Haushaltsplan. Eine Straße von wenigen hundert Metern – und auch die Maßnahme ist mit einem Sperrvermerk versehen. Die Straße wird nur erneuert, wenn auch Fördermittel im Rahmen der Dorferneuerung fließen. „Wir warten noch auf den Bescheid“, so Reiss. Gibt es keine Förderung für die Straße in Hamelspringe, rutscht allerdings wieder die Alte Mühle in Nienstedt in den aktuellen Haushaltsplan (wir berichteten).

Unabhängig davon wurde der Haushaltsposten für Straßenerhaltung leicht erhöht – Kämmerer Markus Westphal hatte aufgrund der guten Finanzentwicklung der Stadt etwas Spielraum. „Dadurch können wir ein paar Stellen mehr richtig sanieren“, erklärt Reiss. Einige Aufträge können nun an Fremdfirmen vergeben werden, die die Schlaglöcher größer ausfräsen und besser aufarbeiten können. Solche Maschinen besitzt der Bauhof nicht, der sich den übrigen Löchern und Rissen annimmt. Aber auch dabei haben die Hauptstraßen laut Reiss Priorität.

Reiss bittet dabei ganz ausdrücklich die Anwohner darum, die Stadtverwaltung auf Straßenschäden hinzuweisen: „Wir kennen die Schwachstellen zwar, sind aber für Hinweise immer dankbar.“

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