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Die ersten 100 Tage sind um: Kurzinterview mit dem neuen Bürgermeister Bernd Hellmann

Straßenbau einer der Kernpunkte der Politik

Stadthagen. Die ersten 100 Tage seiner achtjährigen Amtszeit hat der neue Bürgermeister hinter sich. Zeit für eine erste Zwischenbilanz. Stefan Rothe sprach mit Bernd Hellmann (SPD, 51).

B. Hellmann

Herr Hellmann, nach 100 Tagen: Sind Sie im Rathaus emotional und fachlich schon angekommen? Ich fange mal mit den Emotionen an: Ja, ich bin voll angekommen. Ich bin im Rathaus herzlich empfangen worden und gut aufgenommen. Ich bin auf die Mitarbeiter zugegangen, und wir haben recht bald eine Mitarbeiterversammlung gemacht, auf der ich meine Vorstellungen und Erwartungen dargestellt habe. Das ist, glaube ich, ganz gut gelaufen. Fachlich war ich sofort voll drin. Und mit Blick auf die Etatberatungen konnte ich auch einiges gleich anschieben, wie den Wirtschaftsförderer oder die Betreuungszeiten in den Kindergärten. Die Einstellung eines Wirtschaftsförderers war eines Ihrer großen Wahlkampfthemen. Sind Sie zufrieden mit dem Erreichten? Ich bin sehr zufrieden, dass es mir trotz des kurzen Vorlaufes gelungen ist, das Thema in den Fraktionen so zu erläutern, dass mir alle gefolgt sind und die Mittel vom 1. Juli an zur Verfügung stehen. Ihr Vorgänger Jürgen Hoffman hat die Grundeinstellung verkörpert, dass die Kommune kaum Einfluss auf wirtschaftliche Vorgänge hat. Wo sehen Sie mehr Möglichkeiten, zu mehr Jobs beizutragen? Wir sind keine Job-Maschine, das ist richtig. Aber wir können aktiv Rahmenbedingungen setzen. Das fängt bei den so genannten "weichen Standortfaktoren" wie einem exzellenten Schul- und Betreuungsangebot für Kinder an. Ebenso wichtig sind aber Fragen, wie etwa: Sind wir als Planungs- und Baugenehmigungsbehörde richtig aufgestellt? Wie schnell könnenwir Probleme lösen? Wie positiv trete ich Interessenten gegenüber? Das alles muss von der Behördenspitze vorgelebt werden. Nicht zuletzt: Wir müssen auch über den Tellerrand hinwegblicken. Ich wünsche mir natürlich, dass die Arbeitsplätze in Stadthagen geschaffen werden. Wenn aber ein Ansiedlungsgespräch dazu führt, dass das Unternehmen in Schaumburg bleibt, auch dann müssen wir zufrieden sein. Eines der kapitalsten Probleme in der Kreisstadt ist der millionenschwere Stau bei der Straßensanierung. Wie und in welcher Zeitspanne werden sie den auflösen? Wir werden in den kommenden Wochen eine umfassende Problemanalyse vorlegen. Dann will ich mit den Fraktionen darüber reden, wie wir den erforderlichen Straßennachausbau künftig finanzieren. Dies wird einer der Kernpunkte der städtischen Politik und für die weitere Entwicklung von Stadthagen in der kommenden Zeit sein.

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