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Straßenärger und neue Chancen

Nettelrede/Luttringhausen. Der Start ins neue Jahr ist häufig auch die Zeit des Aufbruchs. Die Ärmel werden hochgekrempelt, neue Aufgaben – oder auch auf die lange Bank geschobene Projekte – endlich angepackt. Auch die münderschen Ortsbürgermeister haben sich für das Jahr 2015 einiges vorgenommen. Gerd Ahrens, Ortsbürgermeister von Nettelrede und Luttringhausen, will gegen das Gefühl angehen, dass seine Ortschaft massiv benachteiligt wird.

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Insbesondere Verkehrsthemen sind es, die Ahrens immer wieder beschäftigen und von ihm wie auch vielen Einwohnern mit Kopfschütteln begleitet werden. Das Rechtsabbiege-Gebot an der Böbberschen straße, verordnet vom Landkreis als Verkehrsbehörde und trotz anderslautender Resolutionen von Rat und Ortsrat bislang nicht aufgehoben, gehört dazu. Der Umstand, dass Schulkinder an der Bushaltestelle Kreisstraße keine Unterstellmöglichkeit in Form einer Wartehalle haben, ebenfalls. „Bislang habe ich noch nicht einmal eine Antwort auf die Anfrage, die wir an die Stadt geschickt haben“, erklärt der Ortsbürgermeister.

Ein Großteil des innerörtlichen Verkehrs fließt nach der Verengung der Tempsstraße durch die Straße Katzenteich, die seit 30 Jahren als Baustraße geführt wird. Für 220 000 Euro soll sie in diesem Jahr ausgebaut werden. Der städtische Anteil daran beträgt 12 000 Euro. „Noch“, so eine Vermutung des Ortsbürgermeisters. Wenn die Straße künftig als Durchgangsstraße genutzt werde, könnte sich auch die Bereitschaft der Anlieger, für eine Anliegerstraße höhere Beiträge zu zahlen, ändern – und dann wäre auch der städtische Anteil höher.

Auf Einsicht hofft Ahrens auch beim Thema Straßenbeleuchtung an der Verbindungsstraße zwischen Nettelrede und Luttringhausen. Zwei Anläufe des Ortsrates, dort mit einer „Grundausleuchtung“ für mehr Sicherheit zu sorgen, sind bereits gescheitert. „Dort im Dunkeln als Fußgänger unterwegs zu sein, ist sehr gefährlich. Man kann Autos nicht einmal ausweichen, weil Büsche nicht zurückgeschnitten werden.“

Für den Ortsbürgermeister gibt es aber auch positive Entwicklungen, die ihn freuen. Die Verlegung neuer Wasserleitungen im Ort bringt zahlreiche Straßenaufbrüche mit sich, die die Stadt zur Sanierung von Fahrbahnoberflächen nutzen will. „Eine Chance“, befindet Ahrens – über desolate Straßenzustände war in den vergangenen Jahren oft geklagt worden.

Grundsätzlich positiv bewertet der erste Mann des Ortes auch die Dorfgemeinschaft. Die habe durch die anhaltende Maststalldebatte sehr wohl gelitten, sei aber nicht zerbrochen. „Das Dorf lebt“, sagt Ahrens – und hofft, dass das auch so bleibt.jhr



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