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Radsport-Spektakel „Velo Challenge“ führte durch Bad Münder / 120 Feuerwehrleute im Einsatz

„Straße frei! – Die Fahrer kommen“

Bad Münder (hzs). „Wenn hier schon mal so etwas passiert, dann will ich mir das auch nicht entgehen lassen“, sagt Fred Matthies. Der Münderaner aus dem Südfeld ist schon kurz nach 10 Uhr an die scharfe 130-Grad-Kurve an der Einmündung der Bürgermeister-Graf-Straße in die Süntelstraße gekommen. Noch aber ist außer Thorsten Grotjahn von der Feuerwehr niemand vor Ort. „Achtung! Scharfe Rechtskurve!“ mahnt die ausgehändigte Streckenbeschreibung die Teilnehmer der dritten „Velo Challenge“. In Bad Münder wartet eine von sechs besonders ausgewiesenen Gefahrenstellen auf das Fahrerfeld.

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Auf zwei Strecken werden mehrere Wettbewerbe zugleich ausgetragen. Eine 67- Kilometer-Runde führt von Start und Ziel am Maschsee über Pattensen zum Deister, passiert Wennigsen, Gehrden und führt über Pattensen wieder zurück zu Start und Ziel. Die 116 Kilometer lange Strecke, erreicht hinter Eldagsen den Osterwald und hinter Coppenbrügge Münderaner Gebiet. „Ab hier sind wir zuständig“, erklärt Daniela Kempa, die Leiterin des Streifendienstes im Münderaner Polizeirevier. Zusammen mit 19 ihrer Kollegen überwacht sie von der mobilen Einsatzleitstelle an der Wallstraße aus die Absicherung der Rennaktivitäten. Ein Funksprechgerät jault, jemand sagt: „Sind einige Minuten vor der Marschtabelle. Sofort alles absperren.“ Nun darf kein Fahrzeug mehr in die Strecke einfahren. Die gesamte Ortsdurchfahrt ist weiträumig abgesperrt. „Wir können keinen Gegenverkehr zulassen“, erklärt Kempa, „einfach zu gefährlich.“

Die Streckenführung sei, so die Polizeibeamtin, mit den Veranstaltern abgestimmt und in großen Teilen identisch mit der der vergangenen Jahre. Von Brullsen kommend, erreicht das Fahrerfeld Hachmühlen, fährt dann die Bahnhofstraße entlang über die Angerstraße wieder aus Bad Münder heraus und erreicht nach Hamelspringe, Bakede und Hülsede dann Messenkamp, von wo es in den Anstieg zum Nienstedter Pass geht.

Mehr als 2000 Teilnehmer haben für die diesjährige „Velo Challenge“ gemeldet. Neben den Jedermann-Fahrern ist die Strecke auch Austragungsort der Deutschen Hochschulmeisterschaft. Davon aber wissen der zweijährige Niklas und seine Eltern nichts. Begeistert haut der Kleine auf eine Trommel und freut sich ebenso über die mit quietschenden Bremsen in die Kurve fahrenden bunten Radrennfahrer wie der drei Jahre alte Christoph, der sein blau-gelbes Kinderrad am Gartenzaum geparkt hat.

Mal in größeren Gruppen, mal einzeln kommen die Fahrer die Bürgermeister-Graf-Straße entlang und legen sich mächtig in die Kurve. Es heißt dranbleiben, denn der „Besenwagen“ am Ende des Feldes ist unerbittlich. Wer zu langsam ist, wird aus dem Wettbewerb genommen.

Für Fred Matthies hat sich das Warten jedenfalls gelohnt. „Ist doch fast wie bei Giro und Tour“, sagt er lachend.



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