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Bürger sollen weiterhin wachsam sein / "Udu" gibt Opfern Tipps

Strafarbeit für die Sprayer?

Lindhorst (gus). Die Fälle von Vandalismus in der Samtgemeinde beschränken sich nicht nur auf den Ort Lindhorst. Auch in umliegenden Dörfern sind Sprayer und Randalierer unterwegs. Mit dem Ergreifen dreier Übeltäter in Lindhorst ist das Problem noch nicht gelöst.

Samtgemeindebürgermeister Gerd Busche hat bei der jüngsten Samtgemeinderatssitzung berichtet, dass auch Ottensen und Beckedorf zu den Orten gehören, in denen Gebäude und Schilder beschädigt worden sind. Hans Bielefeld (WGS) sagte, dass in Heuerßen ebenfalls Sprayer ihr Unwesen getrieben haben. Am Signum der Hinterlassenschaften sei zu erkennen, dass es sich um dieselben Täter handelt wie in Lindhorst. Dort waren kürzlich drei Jugendliche gefasst worden, denen mehrere Taten nachgewiesen werden konnten. Die Jungen hatten mehrere Gebäude und Schilder mit Graffiti besprüht. Deren Entfernen soll mehrere Tausend Euro kosten. Das unschöne bunte Treiben hat mittlerweile über die Kreisgrenze hinaus für Resonanz gesorgt. Die Hamburger Graffiti-Expertin Barbara Uduwerella ist von einem Einwohner über das Geschehen in Lindhorst informiert worden. Sie widerspricht Bielefeld indirekt. Uduwerella erklärte auf Anfrage, dass ein Signum nicht zur zweifelsfreien Identifikation eines Sprayers taugt. Jugendliche kopierten die sogenannten "tags" anderer Sprayer. Es habe sogar Fälle gegeben, bei denen auf diese Weise die Unschuld eines inhaftierten Graffiti-Vandalen bewiesen werden sollte. Uduwerella, die bundesweit mit Sprayern in Kontakt steht und sowohl straffällige Jugendliche als auch deren Vandalismus-Opfer betreut, rät den betreffenden Lindhorstern, nicht einfach ein Unternehmen mit dem Reinigen verunstalteter Fassaden zu beauftragen und den Eltern der drei Erwischten die Rechnung zu schicken. Nützlicher wäre es, die Jugendlichen den Schaden sozusagen als Strafarbeit selber beheben zu lassen. "Erst dann begreifen die, was sie angestellthaben", so Uduwerella, die in der Szene auf den Spitznamen "Udu" hört. Eine Strafanzeige kommt dessen ungeachtet auf die Täter zu. Busche sagte, dass die Lindhorster Verwaltung Strafanzeige wegen Sachbeschädigung erstattet hat und eine Schadenersatzforderung stellt. Selbiges riet Busche den umliegenden Gemeinden. Ferner forderte der Samtgemeindebürgermeister die Einwohner auf, weiterhin die Augen offen zu halten und verdächtige Machenschaften im Rathaus oder bei der Polizei zu melden.




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