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Gesetzesregelung abschaffen

Strafabgabe

Es ist wie immer, wenn Vater Staat die Hände im Spiel hat: Anderer Leute Geld ausgeben, fällt wesentlich leichter, als selbst das Portemonnaie zu öffnen. Es kann doch nicht angehen, dass private Investoren tief in die eigene Tasche greifen sollen, um Ausgrabungen im Rahmen des Denkmalschutzes zu bezahlen, an denen sie kein überragendes eigenes Interesse haben. Diese Form der Strafabgabe gehört schnellstens aus den Gesetzen verbannt, sollen nicht dauerhaft wichtige Investitionen im Rahmen von Stadtentwicklung verhindert oder zumindest erheblich erschwert werden. Dass die Öffentlichkeit ein Interesse an archäologischer Forschung hat, ist notwendig und für die Aufarbeitung unserer Geschichte unerlässlich. Dann soll sie aber Bitteschön auch für diesen Erkenntnisgewinn zahlen. Der private Bauherr trägt auch ohne Strafabgabe seinen Teil zur geschichtlichen Aufarbeitung bei: Sein Bauprojekt verzögert sich, Mehrkosten und verspätet anfallende Einnahmen drohen dadurch – das ist schon genug Einsatz für die Allgemeinheit.

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Autor

Stefan Reineking Chefredakteur zur Autorenseite


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