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Fürst begrüßt Waisenkinder aus Asowo-Omsk / Seelsorger: Vorurteile abbauen

Stippvisite von acht Waisen aus Sibirien zu Besuch im Schloss

Bückeburg (bus). Eine Stippvisite in der Fürstlichen Hofreitschule und die Besichtigung des Bückeburger Schlosses hat am Dienstag eine Besuchergruppe aus der unweit von Omsk in Sibirien gelegenen Stadt Asowo in Atem gehalten. Die Gruppe, acht Waisen aus einem Kinderheim samt Begleitpersonal, weilte auf Einladung der Evangelischen Landeskirche Hannover im Landkreis. Fünf der insgesamt neun Aufenthaltstage wurden von Rinteln aus, wo die Besucher bei russland-deutschen Familien wohnten, unter der Koordination von Pastor Johann-Stephan Lorenz gestaltet.

"Das Austauschprogramm soll insbesondere dazu beitragen, gegenseitige Vorurteile abzubauen", erläuterte der in zahlreichen Funktionen engagierte Seelsorger Lorenz. Elsa Kriminskaja, die die sibirische Delegation leitete, erklärte, dass die Reise ins weit entfernte Deutschland für die acht zwischen acht und 15 Jahre alten Mädchen und Jungen eine Art spezieller Belohnung darstelle. "Alle acht Waisen können sich sehr gut benehmen, sind sehr gut im Lernen und verfügen über außergewöhnliche Talente", sagte Kriminskaja. Dass sie in der ehemaligen Residenzstadt von einem "echten" Fürsten begrüßt worden seien, würden sie wohl ihr ganzes Leben lang nicht vergessen - Alexander Fürstzu Schaumburg-Lippe hatte es sich trotz eines übervollen Terminkalenders nicht nehmen lassen, die jungen Gäste persönlich willkommen zu heißen. Außer Bückeburg und Rinteln (Besichtigung der Firma "Wesergold") spielten Hameln (Begegnung mit dem Rattenfänger), Hannover (Besuch von Rathaus und Zoo) und Berlin Hauptrollen im Aufenthaltsprogramm der Sibirier. In der Bundeshauptstadt war vornehmlich die Teilnahme an der Veranstaltung "Karneval der Kulturen" von Interesse.




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