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25 000 feiern unter dem Expo-Holzdach die größte Schlager/Pop-Sommer-Sause Niedersachsens

Stimmungs-Hauptstadt Hannover im Olé-Fieber

Der Markus macht’s – inzwischen hat das Olé-Fieber auch Hannover gepackt – da lässt man sich dann auch gerne mal anstecken. Event-Manager Markus Krampe hat bewiesen, dass man mit einem moderaten Eintrittspreis und handverlesenen musikalischen Stimmungsgaranten jede Stadt zum Partytempel umfunktionieren kann. Fanden die Olé-Festivals 2012 überwiegend noch in NRW und Rheinland-Pfalz statt, zieht es den hoch dekorierten Manager mit seinen Gute-Laune-Shows jetzt auch nach Niedersachsen.

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Wer Stars und Sternchen hautnah erleben wollte, für den gab es VIP-Tickets in einer limitierten Auflage zum Preis von 199 Euro (inklusive Gebühr) zuzüglich Versand. Sie ermöglichten den Zutritt zum VIP-Bereich, inklusive freiem Essen und Getränken. „Ein stolzer Preis – zudem hätte ich mir gewünscht, dass mehr von den Künstlern im VIP-Bereich auftauchen würden“, erklärte uns Bettina aus Hannover, die gerne mal Mickie Krause getroffen hätte. Später konnte die Hannoveranerin dann doch noch einige Autogramme der Künstler erhaschen – so verewigten sich unter anderem Jürgen Drews, Matze Knop, Linda Hesse und Piero Esterione in ihrem Veranstaltungsmagazin. Na siehste, Bettina, geht doch.

Ansonsten eine Veranstaltung zum Knutschen – tolles Wetter, grandiose Künstler und Songs, zu denen man Nonstop abfeiern konnte. Als Moderatoren und Anheizer das „Duo Fantastico“ Lorenz Büffel und Frank Neuenfels, die mit Piero Esteriore pünktlich um 13 Uhr den ersten Showact auf die Bühne holen. Mit den Dorfrockern, gefolgt von Marquess geht es weiter, bis der „König von Mallorca“ Einzug auf das Messegelände hält.

Keiner kann an diesem Tag so aus dem Vollen schöpfen wie „Der Master Of Desaster“ Jürgen Drews, der auch die offizielle Olé-Hymne geschrieben hat. Sein größter Hit „Ein Bett im Kornfeld“ wird zum Mitsing-Song schlechthin – Drews baut auch nach jahrzehntelanger Karriere keine Luftschlösser, gehört mit seiner Professionalität noch immer zu den Top-Entertainern der Partyszene. Einen „Hänger“ hat nur sein Halbplayback, das an manchen Stellen leierte – wie schön, dass „Onkel Jürgens“ Stimme nicht leierte, denn der inzwischen 67-Jährige singt, und darauf legt er immer sehr viel wert, seine Songs immer live.

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  • Ausgelassene Stimmung unter dem Expo-Holzdach – Heike aus Bad Münder (untere Reihe, zweite von links) und Maeggy aus Springe (mit grüner Uhr) feierten mit fünf bunt gekleideten Schlagerfans.
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  • Mickie Krause im 96er-Trikot.
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  • Karina performte mit Matthias Reim „Idiot“.
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„Verdammt ich lieb‘ Dich“ dröhnt es aus den Boxen – 25 000 halten dagegen und singen mit „Matze“ seinen größten Hit. Matthias Reim ist wieder ganz oben angekommen – da, wo er schon einmal vor mehr als 20 Jahren war. „Oh Happy Day“ – Karina darf auf die Bühne und performt mit Matthias Reim „Idiot“. Textsicher vertritt sie Sängerin Michelle, die den Song im Original mit dem 55-Jährigen singt.

„Mein Herz es brennt, wenn ich Dich seh – auch wenn ich heut‘ durch die Hölle geh“ – aber nein, Beatrice, das brauchst Du doch nicht – zumindest nicht an diesem Spätnachmittag in Hannover. Hier liegen sie Dir alle zu Füßen – Jung und Alt. Mit vier Tänzern brennt die aktuelle DSDS-Siegerin Beatrice Egli ein Schlager-Feuerwerk vom Feinsten ab – dass sie dabei Songs von Helene Fischer (Phänomen), Vicky Leandros (Ich liebe das Leben) oder Andrea Berg (Du hast mich tausendmal belogen) kupfert, nimmt ihr keiner übel. Hier wächst scheinbar ein neuer Schlagerstar heran.

Weiter geht’s mit RIO feat. U-Jean, Linda Hesse und Michael Wendler, der zu Beginn seiner Show mit Buh-Rufen fertig werden muss - kein Problem für den König des Pop-Schlagers. Er versetzt das Publikum unter „Fieber“ – einen „Nicht-Fan“ scheinbar dermaßen, dass der ihn verbal angreift und mit der Faust bedroht. Durch das beherzte Eingreifen der Security darf sich der Störenfried den Rest der Veranstaltung von draußen „anhören“. Nun ja, nicht jeder „liebt den DJ“.

Mickie Krause „brennt“ im wahrsten Sinne des Wortes mit seiner Show „die Hütte ab“ – liefert an diesem Tag eine schweißtreibende Show, die ihm sogar das T-Shirt vom Leib reißt. Ersatz sofort zur Stelle – ein Fan reicht ihm ein 96er-Trikot, das sich der passionierte Perückenträger sofort überstreift. In love mit „den Roten“ – das kommt beim Publikum an. Das Endergebnis gegen Wolfsburg ebenfalls – 2:0 für Hannover – alles im Lot.

Nach dem Motto „Einmal hin, alles drin“ picken sich viele der Fans ihre Schlager-Juwelen gezielt heraus – für 9,90 Euro erhält man dann in knapp drei Stunden Marquess, Jürgen Drews, Matthias Reim und Beatrice Egli immer noch zum Schnäppchenpreis.

Die Songs von No Mercy gehen zwar ins Herz, aber so richtig abtanzen kann man bei Titeln wie „Where Do You Go“ oder „Please Don’t Go“ nicht. Willi Herren gibt danach wieder Gas und bringt die Menge langsam wieder in Schwingung, schraubt die Messlatte für DJ Ötzi mächtig hoch.

Der überspringt sie mit seinen Klassikern jedoch mühelos – Alpenrocker Andreas Gabalier mischt die Massen dann mit seinem Übersong „I sing a Liad für di“ noch einmal richtig auf.

Uah, geschafft – zehn Stunden Pop/Schlager-Marathon vom Feinsten – Fortsetzung folgt im nächsten Jahr – wir freuen uns.



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