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Begeisterungsstürme beim Auftritt von „The 12 Tenors“ im münderschen Kurpark

Stimme und Charme gleich im Dutzend

Bad Münder (hzs). „Unglaublich. So was erlebt man in Bad Münder nicht alle Tage“, stellten die drei Freundinnen aus Reihe Vier am Ende restlos begeistert fest. Mit Sektglas, Sitzkissen und Wolldecke ausgerüstet erlebte das Damen-Trio zusammen mit rund 450 weiteren Besuchern ein denkwürdiges Freiluftkonzert von „The 12 Tenors“, das das Prädikat „Sternstunde“ zu Recht trägt.

Entzückt vor allem die Damenwelt: David Erik bringt einen Hauch von Chippendales auf die Bühne der Musikmuschel.

Beim Veranstaltungshöhepunkt des Jahres in Bad Münder stimmte einfach alles: die laue Spätsommernacht unterm Sternenhimmel, die unaufdringlich doch perfekte Organisation durch die GeTour – selbst ein Hubschrauber brummte zur allgemeinen Erheiterung absolut taktgenau in eine Gesangspause hinein. Vor allem aber begeisterte die hochprofessionelle Show der zwölf Tenöre.

Deren Stimmgewalt ist von ebenso elementarer Kraft wie ihr männlicher Charme. Der Australier Gary Nardella etwa verzückte die Damenwelt nicht nur durch seine frappierende Ähnlichkeit mit George Clooney, und auch der beleibte Nürnberger Alexander Herzog fand nicht erst beim „Sängerwettstreit“ seine Fans.

Der Verzicht auf sonst üblichen Bühnenschnickschnack wie wabernden Nebel und ein wohltuend sparsames gleichwohl effektvolles Lichtdesign lenkten das Augenmerk ganz auf die zwölf auch stimmlich völlig unterschiedlich ausgerichteten Spitzensänger. Die überzeugten restlos mit glänzend choreografierten und ohne jede falsche Sentimentalität arrangierten Interpretationen bekannter Lieder aus Klassik, Volkslied, Musical, Schlager, Rock und Pop.

Obwohl ganz unterschiedlicher Herkunft sind Earl R. Perkins, Adam Bayjou und Ben Wong doch auf einer Wellenlänge.

Schwungvoll, leidenschaftlich, voll ungekünstelter Spiel- und Lebensfreude, stets mit einem komödiantischen Augenzwinkern vorgetragen, erlebten die Konzertbesucher etwa ein herrlich witziges „Volare“, gleich drauf als scharfen Kontrast ein hochemotionales „Maria“, dann wieder ein begeisternd fetziges „Do it again“ der Beach Boys und eine schlichtweg kongenial zu nennende Performance von Michael Jacksons „Thriller“.

Mal Solo, mal als Duett, Terzett oder Quintett, ob gefühlvolles „Only you“ oder ein zu Tränen rührendes „Imagine“ von John Lennon als emotionalem Höhepunkt im zweiten Set, alles das mündete ins finale „Bad Münder, we will rock you“. Mit immenser, ausgezeichnet abgestimmter Klangstärke jubelten die zwölf Sänger ihr Programm in den Münderaner Nachthimmel hinaus. Am Ende vor dem „Guten Abend, gute Nacht“ als zweiter Zugabe noch ein Hauch von „Men’s Strip“, der das stehend applaudierende Publikum zum Kochen brachte. Charme und Stimmgewalt gleich im Dutzend, so was gibt’s in der Tat in Bad Münder nicht alle Tage.



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