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Längenbegrenzung für Schiffe verzögert Engagement der Hamelner auf dem Steinhuder Meer

Still ruht der See: "Flotte Weser" wartet ab

Steinhuder Meer (jpw). Der Flachsee ruht noch still: Das seit einigen Jahren angekündigte Engagement der "Flotte Weser" auf dem größten Niedersächsischen Binnengewässer lässt weiter auf sich warten. Ein bereits für das vergangene Jahr angekündigter Schiffsneubau ist immer noch nicht fertiggestellt.

"Im Moment liegt bei uns die Priorität auf der Weser", unterstreicht Jörg Menze auf Anfrage. Er führt zusammen mit seinem Bruder Frank die Geschäfte der "Flotte Weser". Seit einigen Jahren kündigt das Unternehmen (Gechäftssitze: Hameln und Nienburg), das die Schifffahrt auf der Mittel- und Oberweser betreibt, an, in die Personenbeförderung auf dem Steinhuder Meer einsteigen zu wollen, die bisher den Steinhuder Berufsschiffern vorbehalten ist. Menze bekundet, dass das Interesse seines Unternehmens an einem Einstieg auf dem Steinhuder Meer immer noch vorhanden ist. Haupthindernis ist aber in seinen Augen die Längenbegrenzung der Schiffe: "Ab 25 Meter ist auf dem Steinhuder Meer Schluss." Die Region Hannover erlaube nicht mehr. Nach Menzes Auffassung und Erfahrung aus der Weser-Schifffahrt ist erst ein Schiff von 30 Metern Länge betriebswirtschaftlich lohnend zu betreiben. "Es müssen zum Beispiel abendliche Charterfahrten mit 120 Personen möglich sein", sagt er. Der Geschäftsführer bestätigte weiterhin bestehende Neubaupläne für ein "besonderes" Schiff auf dem Meer: "Darüber haben wir aber noch keinen Entschluss gefasst." Auch die Option, ein gebrauchtes Schiff zu erwerben, besteht weiterhin, sofern es zu den Vorstellungen der "Flotte Weser" und auf das Steinhuder Meer passt. "Das richtige Schiff - und wir sind da, das kann schnell gehen", meint Menze. Sollte ein geeignetes Schiff für das Binnengewässer gefunden sein, so will die "Flotte Weser" sofort auch die Gespräche mit der Fürstlichen Hofkammer in Bückeburg als Eigentümerin des Wilhelmsteins wieder aufnehmen. Darin ist es schon einmal um eine Anbindung der Touristenattraktion in eine Bootsringlinie auf dem See gegangen, in die auch Steinhude, Mardorf - und als Optionüber den Kanal auch Hagenburg - mit einbezogen werden sollten. Diese früher einmal vom Kommunalverband Großraum Hannover betriebene Bootsringlinie wollte die "Flotte Weser" auf dem Steinhuder Meer wieder etablieren.




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