weather-image

Sternsinger: Ökumenischer Gedanke wird bekräftigt

BAD MÜNDER. Am 4. und 5. Januar ist es wieder soweit: Dann besuchen die Sternsinger Familien und Einrichtungen, um den Haussegen zu erteilen und für einen guten Zweck zu sammeln.

Anprobe: Antonia, Frieda und Carlotta wählen die passenden Umhänge zu ihren Sternsinger-Figuren aus. Foto: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Seit einigen Jahren wird diese ur-katholische Aktion in Bad Münder ökumenisch durchgeführt. „Gerade durch die intensive Zusammenarbeit im Jubiläumsjahr der Reformation hat sich der ökumenische Charakter noch bekräftigt“, stellt Petri-Pauli-Pastorin Barbara Daentzer fest. „In Bad Münder ist das Sternsingen schon lange ökumenisch“, versichert auch Maria Ballmaier vom katholischen Pfarrgemeinderat.

Rund 30 Kinder waren jetzt zum ersten Vorbereitungstreffen ins Pfarrheim der katholischen St. Johannes-Baptist-Kirche an der Angerstraße gekommen. „Für unsere Teilnehmer im Konfirmandenunterricht der 5. Klassen ist das sogar verpflichtend“, so Daentzer. Von Maria Ballmaier erfuhren die Kinder, dass es die alljährliche Sternsingeraktion seit 50 Jahren gibt.

Wofür das Geld in diesem Jahr gesammelt wird, darüber informierte ein Film mit dem bei Kindern beliebten Willi Weitzel („Willi will’s wissen“). Der stellte anhand von Einzelschicksalen ein Therapiezentrum samt beschützender Werkstatt in der peruanischen Hauptstadt Lima vor. „Ich bin einzigartig, ich will glücklich sein“, sagte darin etwa die kleine Romy aus Lima, die mit dem Down-Syndrom geboren wurde und am liebsten tanzt. Die kleinen Zuschauer zeigten sich von den Schicksalen der gleichaltrigen Kinder durchaus beeindruckt. Die jungen Münderaner erfuhren zudem, dass weltweit 32 Millionen Kinder infolge von Armut nicht zur Schule gehen können. „Nicht behindert, sondern anders und einzigartig“, so die Aussage des Filmes, der eindrucksvoll für einen neuen, anderen und respektvolleren Umgang mit Menschen mit Behinderung plädierte.

Lebhaft erzählen Antonia (9) und Frieda (11), wie eine Sternsingeraktion abläuft. Auch was der mit Kreide an den Haustüren angebrachte Spruch 20*C+M+B+19 bedeutet, wurde noch einmal ausführlich erläutert. Das Fazit der erfahrenen Sternsinger: „Das macht richtig Spaß.“ Unter der Leitung von älteren Betreuern gehen am 4. und 5. Januar verschiedene Gruppen in Bad Münder auf Besuchstour. „Wer besucht werden will, der kann sich noch bei uns melden, gleich ob evangelisch oder katholisch“, so Ballmaier und Daentzer.

Dass sie das Sternsingerlied „Seht ihr unseren Stern dort stehen“ schon beherrschen, zeigen die Kinder eindrucksvoll. Mit Stern, Umhang, Krone und Schatztruhe geht es auf Tour. Die Ausstattung wurde im Pfarrheim nun schon einmal an- und ausprobiert.



Anzeige
Weiterführende Artikel
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    Telefon: 05041 - 78932
    E-Mail: redaktion@ndz.de
    Anzeigen
    Telefon: 05041 - 78910
    Geschäftsanzeigen: Anzeigenberater
    Abo-Service
    Telefon: 05041 - 78921
    E-Mail: vertrieb@ndz.de
    Abo-Angebote: Aboshop

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt