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Steht der erhoffte Ankermieter vor dem Absprung?

HASPERDE. Vor einem halben Jahr war der Optimismus noch groß: Nach mehr als einem Jahrzehnt des weitgehenden Stillstands sollte endlich ein großer Fisch, ein Ankermieter, das weitgehend brachliegende Gewerbegebiet „Rascher Ort“ ankurbeln. Doch inzwischen sind die Beteiligten ernüchtert: Das Projekt scheint geplatzt.

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Christian Zett Redaktionsleiter zur Autorenseite

Nach NDZ-Informationen hatte sich auf den Feldern bei Hasperde ein großer Holzschnitzel-Hersteller mit einer Fabrik ansiedeln wollen. Noch in diesem Jahr, hieß es im Mai, sollte das Vorhaben unter Dach und Fach gebracht werden. Und dann auch öffentlich gemacht.

Doch inzwischen ist es still geworden. Die Gespräche laufen noch, heißt es offiziell bei der Firma Inplan, die das Gebiet erschließt. Weiter will sich Planer Andreas Büchler nicht äußern. Doch schon seit Wochen munkelt man im Rathaus von Bad Münder und in der heimischen Politik vom Aus des Projekts. Die Firma tendiere zu einem anderen Standort in der Umgebung.

Beim Landkreis als Eigentümer der Fläche ist man auch entsprechend pessimistisch: Wirtschaftsförderer Andreas Manz sagt, es deute sich an, dass die Pläne so nicht umgesetzt würden: „Die Tür ist aber noch nicht ganz zugeschlagen.“

Ein Problem bei der versuchten Ansiedlung von Betrieben könnten auch das Geld sein: Zumindest gibt es bei den Verantwortlichen schon länger Gespräche darüber, Ansiedlung und Kaufpreise im Gewerbegebiet günstiger zu gestalten, um doch irgendwie einen Interessenten anzulocken. Bislang hat dort nur der angrenzende Baustoffhandel mit Spedition eine kleine Fläche gekauft: Etwa 125 000 der 130 000 Quadratmeter Gelände sind nach Angaben der Stadt noch frei.

2002 hatte der mündersche Rat den gültigen Bebauungsplan für das Gebiet „Rascher Ort“ beschlossen. Es umfasst einen Großteil der Felder rund um den Kreisverkehr und sieht ursprünglich den Bau weiterer Straßen vor, um die bis heute ungenutzten Grundstücke zu erschließen. Ein Teil der Flächen werde inzwischen als Reserve genutzt, hieß es im Frühjahr beim Landkreis: Sie gehören einem Landwirt.

Vor 14 Jahren hatte das Gebiet noch Modellcharakter: Bad Münder und Hameln wollten hier an der Ortsgrenze ein interkommunales Firmenzentrum schaffen – gemeinsam geplant, finanziert und vermarktet. Doch auch das klappte am Ende nicht.



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