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Star-Trompeter Till Brönner in der Grundschule Bad Münder

BAD MÜNDER. Selbst Grundschulrektor Christoph Schieb, den sonst fast nichts aus der Ruhe bringt, ist aufgeregt. „Till Brönner, das ist ein Mega-Star“, sagt er. Der 1971 in Viersen geborene Star-Trompeter hat nach seinem Abitur am Bonner Jesuitenkolleg eine steile Karriere hingelegt.

Ein Konzert nur für sie: Till Brönner spielt in der Aula für die münderschen Grundschüler. Fotos: Huppert

Autor

Christoph Huppert Reporter

Konzerte des preisgekrönten Musikers mit Jazz-Legenden wie Dave Brubeck und Klaus Doldinger, Filmmusiken, Kooperationen mit Stefan Raab, Thomas Quasthoff, Mousse T. und Paul Kuhn, diverse Bigband-Arrangements, eine Produktion mit den No Angels sowie eine Professur in Dresden sind Wegmarken seines Erfolges. Als einziger deutscher Jazzmusiker hat Till Brönner zudem im Weißen Haus vor US-Präsident Obama gespielt, und auch bei der auf RTL und Vox ausgestrahlten Castingshow „X-Faktor“ machte er als Juror und mit seiner Kandidatin eine gute Figur.

Die mit Grundschülern vollgestopfte Aula erbebt gestern unter dem Applaus, als der gertenschlanke Musiker, im schwarzen Anzug und seine Trompete spielend, die Bühne betritt.

„Wir haben den Besuch von Till Brönner vor fast einem Jahr bei unserem Auftritt anlässlich des zehnten Geburtstages des Projektes Musikalische Grundschule gewonnen“, berichtet Musiklehrer Matthias Brodtmann. Auch die achtjährige Stella kann sich noch gut an den entscheidenden Moment erinnern: „Wir waren mit den Chorkindern auf dem Opernplatz, und da gab’s eine große Lostrommel und da sind wir hier aus Bad Münder dann gezogen worden. Und heute ist er da.“

Zwei Wochen lang haben sich die Schüler auf diesen Vormittag vorbereitet. „Wir machen alle zusammen mit Till Brönner Musik“, so Schieb. Jedes Kind hat ein Instrument, entweder ein Xylophon, eine Trommel, eine Rassel oder auch nur einen farbigen Klangstab.

„Miteinander – Füreinander“, so heißt das Schullied, dass alle zusammen lautstark und trotzdem mit viel Taktgefühl singen. Erst sanft tastend, dann kräftiger und pointierter fällt Till Brönner ein und garniert den Gesang mit einigen Solo-Improvisationen.

Dann erzählt er, wie er zur Musik gekommen ist, und stellt sein Instrument und dessen Einsatz im Jazz vor. Die Schüler erweisen sich dabei als sehr gut vorbereitet und durchaus motiviert. In der anschließenden Fragestunde wollen dann auch die Fragen kein Ende nehmen: Warum gerade die Trompete? Muss man da viel üben? Geduldig beantwortet Brönner alles.

„Ein toller Super Groove für Grundschüler und Solotrompete“, freuten sich Matthias Brodtmann und seine Kolleginnen. „Musik den ganzen Tag“, das ist das Mottolied des Projektes „Musikalische Grundschule“. Von denen gibt es niedersachsenweit derzeit 120, davon 100 mit Zertifikat wie die in Bad Münder. Neben der gibt es im Landkreis noch zwei weitere Schulen mit diesem Profil.

„Für die Kinder, aber auch für uns Lehrer ist der Besuch von Till Brönner ein echter Motivationsschub“, so Schieb. Und die Schülerfrage, wie man eigentlich Trompeter wird, zeigt, dass die Neugier auf Musik an diesem Vormittag in der Grundschule einmal mehr erfolgreich geweckt wurde – Dank des Super-Trompeters Till Brönner.



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