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Kurse zum Ausfüllen des Antragswustes

"Starter-Info" hilft Neulingen im Hartz-IV-Dschungel

Landkreis (jl). Das Job-Center bekommt seit gut einem Jahr deutlich weniger unvollständig ausgefüllte Anträge von seinen Neukunden, und diese bekommen im Gegenzug schneller ihr Geld. Dafür sorgt die Einrichtung "Starter-Info" auf dem Telekom-Gelände an der Stadthäger Bahnhofstraße.

Wer erstmals Arbeitslosengeld II beantragt, muss einen 16-seitigen Antrag ausfüllen, dessen Fragen es in sich haben. Und am Schluss wissen die Betroffenen oft noch nicht, ob sie wirklich Hartz-IV-Empfänger werden oder möglicherweise andere Leistungen beantragen müssen. Wie auch immer: Job-Center-Geschäftsführer Michael Stemme und dessen Stellvertreter Bernd Dittmer gaben gestern in einem Pressegespräch zu, dass viele Neukunden bis Ende 2006 vor dem Antragswust kapituliert sind und unvollständige Unterlagen abgegeben haben. So etwas zögere den Beginn der Zahlungen, aber auch andere Weichenstellungen in Richtung Arbeitsmarkt hinaus. Deshalb gehe das Job-Center seit 2007 zunächst versuchsweise und seit Beginn dieses Jahres amtlich einen anderen Weg. Jeder, der sich neu bei den Job-Center-Geschäftsstellen in Stadthagen und Rinteln meldet, bekommt die Möglichkeit, in Kursen bei "Starter-Info" zu lernen, seinen Antrag bis zum Abgabetermin komplett auszufüllen. Dabei werden so knifflige Probleme wie die Berücksichtigung des Privatvermögens behandelt. Bei "Starter-Info", das von der VHS im Auftrag des Job-Centers betrieben, wird, gibt es aber nicht nur Antragshilfe. Die Teilnehmer der maximal zehntägigen Kurse -im ersten Jahr waren es rund 1500 landkreisweit -werden auch darauf vorbereitet, wie sie mit den Abläufen im Job-Center optimal klarkommen. Da geht es um die Fragen des richtigen Ansprechpartners und das möglichst vollständige Wissen über die Angebote der Einrichtung. Stemme und Dittmer betonten, dass dies alles dazu dient, die Kunden möglichst schnell an den Arbeitsmarkt heranzuführen. Zu diesem Zweck wird bei "Starter-Info" auch schon ausgelotet, was die Neukunden an Qualifikation, Stärken und Neigungen für einen Job oder eine Ausbildung mitbringen. Wenn sich während der ersten, etwa einwöchigen Phase herausstellt, dass jemand nicht mehr zusätzliche Hilfen benötigt, um in einen Job einzusteigen, greift das zweite Modul von "Starter-Info", die sogenannte Schnellvermittlung. Dafür stehen auf dem Telekom-Gelände vier Mitarbeiter bereit. Darüber hinaus gibt in den vor einigen Jahren vom Arbeitsamt genutzten Räumen alle elektronischen Zugriffsmöglichkeiten auf Stellenangebote wie in den beiden Job-Centern in Stadthagen und Rinteln auch.




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