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24 Ortswehren der Stadt Hessisch Oldendorf leisten mehr, als die Öffentlichkeit sieht

Stark aufgestellt

HESSISCH OLDENDORF. Insgesamt 148 Einsätze haben die Aktiven der 24 Ortswehren der Stadt Hessisch Oldendorf abgearbeitet, darunter neun Entstehungs-, acht Klein-, vier Mittel- und zwei Größbrände.

Die Geehrten und Beförderten mit Stadtbrandmeister Karsten Redeker (re.). FOTO: ah

Autor:

Anette Hensel

58 Mal rückten sie zu Hilfeleistungen aus, darunter zwei Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang. Es gab 21 blinde Alarme und 46 sonstige Einsätze wie Brandsicherheitswachen. In eindrucksvollen Bildern hat Stadtpressewart Tobias Ebbighausen alle Einsätze festgehalten.

„Ihr steht in der Nacht auf, um anderen zu helfen, ihr seid beim Karneval im Einsatz, damit andere feiern und Spaß haben können....“ – mit starken Worten lobte der neue Stadtbrandmeister Karsten Redeker seine Kameraden, die erst vor Kurzem an der Hessisch Oldendorfer Biogasanlage im Löscheinsatz waren und auch den Umwelttag durchführten.

Mit 539 Männern und 100 Frauen in der Einsatzabteilung ist die Stadtfeuerwehr Hessisch Oldendorf stark aufgestellt. Hinzukommen 16 Jugendwehren (101 Jungen und 60 Mädchen – 15 Mitglieder mehr als vor einem Jahr) und sieben Kinderwehren mit 79 (statt 68) Kindern (46 Jungen und 33 Mädchen), die 31 Neuzugänge hatte. Davon gingen 15 Mitglieder in die Jugendwehr über, die 46 Neuzugänge zu verzeichnen hatte; zwölf Mitglieder wurden in die aktive Wehr übernommen. „Das ist eine gute Basis für die Zukunft“, sind sich Stadtjugendwart Andreas Wieneke und Kinderfeuerwehrwartin Silvia Ebbighausen einig.

Orientiert am Feuerwehrbedarfsplan hat die Stadtfeuerwehr ein Team gebildet, das aus 36 Kameraden aus 15 Ortswehren besteht. Sie teilen sich auf in die Teams Beschaffung, EWL, Schutzkleidung, AAO und – ganz neu – Atemschutz; das Team Jugendarbeit ist seit Jahren erfolgreich. Damit zeigen die Aktiven, dass sie weit mehr Arbeit investieren als öffentlich registriert. Neben Dienstabenden und Einsätzen nehmen sie an Lehrgängen, Fortbildungen, Funk- und Fahrübungen teil, wie Ausbildungsleiter Jörg Gottschalk berichtet. Auch die Fitness ist Thema; der Atemschutzbeauftragte Michael Strohmeyer ist für die Leistungsnachweise verantwortlich. Brandschutzerzieher Bernhard Frerichs hat ehrenamtlich 21 Unterrichte in Schulen und Kitas durchgeführt. Zusätzliche Aufgaben nahmen auch der Funkbeauftragte Christian Milde, der Sicherheitsbeauftragte Martin Kallabis-Lex und Kleiderwart Jürgen Riechert wahr. Neben Schutzkleidung und einer Tragkraftspritze wurden 2016 ein TLF 3000 sowie Digitalfunk für die Ortswehren mit Atemschutz angeschafft. „Notwendige Beschaffungen wie Meldeempfänger sind 2016 nicht erfolgt, das hat in diesem Jahr Priorität“, betont Redeker. 2017 wird zudem mit der Lieferung neuer Standrohre mit Rückflussverhinderern und Lüftung sowie des neuen ELW gerechnet. „Ich weiß, es gibt viele Notwendigkeiten, immerhin haben wir den Etat in den letzten drei Jahren um ein Drittel erhöht“, sagte Bürgermeister Harald Krüger und dankte den Aktiven für ihren Einsatz. Wolfgang Römer, Leiter der Polizeistation, dankte für die Superzusammenarbeit und erinnerte an die psychische Belastung, die manche Einsätze mit sich bringen.

2016 wurden Jörg Gottschalk, Rumbeck, und Kay Schönfelder, Hessisch Oldendorf, zu Stellvertretern des neuen Stadtbrandmeisters gewählt. Weitere personelle Veränderungen: Matthias Klünder wurde neuer Ortsbrandmeister (OBM) in Haddessen (neuer Stellvertreter ist Florian Bohlke), Stephan Kolbe in Pötzen (Erik Dippel), Bernd Meier in Segelhorst (Dennis Junker) und Ralph Pätzold in Wickbolsen (Detlef Alf). In Friedrichsburg ist Torsten Wieneke stellvertretender OBM, der Posten des OBM ist vakant. Auf der Ratssitzung am 13. April soll Kai Ossenkop zum OBM in Großenwieden ernannt werden, Marian Friedrich in Rohden (Daniel Meier) und Torsten Wieneke in Friedrichsburg (Sebastian Hage).

Ernannt werden Mark Michallek zum Administrator FeuerOn, Sascha Eldracher zu seinem Stellvertreter, Thomas Zacher zum stellvertretenden Kleiderwart und Sven Krocker zum Stadtgerätewart. Aus den Händen von Kreisbrandmeister Frank Wöbbecke erhält Michael Strohmeyer das niedersächsische Ehrenzeichen für 25 Jahre aktiven Dienst, Sascha Tönsgöke, Sven Krocker und Heiko Bredemeier bekommen die Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes in Bronze verliehen. Befördert werden Kay Schönfelder zum Hauptbrandmeister, Ralf Colusso zum Ersten Hauptlöschmeister, Torsten Wieneke, Florian Bohlke und Patrick Brückner zum Löschmeister.



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