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Vierjähriges Mädchen muss hungern / "Wir leben von Reis, Bohnen, Brot und Öl - uns bleibt nichts anderes übrig"

Stanislava ist sehr krank - Geld für Medikamente fehlt

Pazardzik (ube). Stanislava ist vier Jahre alt und krank. Genau wie ihr Vater Atanas (39). Operationen sind zwar kostenlos, aber die Arzneimittel fressen das wenige Geld auf, das der ehemalige Polizist und heutige Arbeiter mit nach Hause bringt. 40 Euro bleiben der dreiköpfigen Familie, wenn sie die Rechnungen für Strom und Wasser bezahlt hat. Das ist selbst in Bulgarien viel zu wenig. Als arm gilt dort, wer monatlich 78 Euro zur Verfügung hat.

Das niedliche Mädchen mit der blassen Hautfarbe brauchte früh medizinische Hilfe. Schon zweimal musste es am Dickdarm operiert werden. Noch drei weitere Eingriffe sind geplant. Für Arzneimittel und Verbandsmaterial ist bislang die Großmutter Stoimenka (65) aufgekommen. "Ich habe elf Jahre lang gespart", sagt sie. Für die 110 Euro hat sie Mullbinden und Tabletten gekauft. Nun ist ihr Konto leer. Von ihrer schmalen Rente (61 Euro) unterstützt die Seniorin die junge Familie. Vater Atanas ist vom Schicksal geschlagen. Einst wohnte er mit seiner ersten Frau und den beiden Söhnen (15, 17) in Dolna Banja. Er war Polizist. Bis zu dem Tag im Jahr 2000, als sich seine Ehefrau mit seiner Dienstpistole erschoss. Er hatte sie nicht ordnungsgemäß weggeschlossen. Für diese Verfehlung verurteilte ihn ein Gericht zu vier Jahren Haft. Im Gefängnis zog er sich eine lebensgefährliche Lungenerkrankung zu. Daran laboriert er noch heute. Heute lebt er im Haus seiner Mutter im Dorf Sestrimo. Er hat eine neue Familie gegründet, darf während seiner Bewährungszeit nur Hilfsarbeiten ausführen. Atanas hat Schwielen an seinen Händen. Wenn der Gemeindearbeiter Feierabend hat, geht er noch Nebenjobs nach. Seine kleine Tochter soll nicht hungern. Und dennoch: Stanislava sieht man den Eisenmangel an. Sie bekommt nur selten Fleisch zu essen. "Wir leben von Reis, Bohnen, Brot undÖl, kaufen nur das, was ganz billig ist", sagt Mutter Sdravka (24). "Uns bleibt nichts anderes übrig." Während des heißen Sommers sind Tomaten und Paprika im Garten vertrocknet. "Wir konnten nichts einkochen, wissen nicht, wie wir über den Winter kommen sollen", sagt Oma Stoimenka. Wenn Sie Not leidenden Kindern wie der kleinen Stanislava helfen wollen, dann helfen Sie uns bitte helfen: Sonderkonto 510 445 547, Sparkasse Schaumburg, BLZ: 255 514 800.




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